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Asterix und die Wikinger (2006)

Eine Kritik von Agent_Schmecker (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 30.07.2006, seitdem 1505 Mal gelesen


"Asterix und die Wikinger" geht einen gänzlich anderen Weg als noch die
Urgesteine der Asterixfilme. Der Film versucht, den Wortwitz und die
Modernität aus den "Asterix und Obelix" Filmen zu übernehmen. Leider
gelingt dies dem Film nicht wirklich. Manche Witze sind zwar gut, aber
die schwächeren komödiantischen Mittel überwiegen doch. Einzig und
allein die Wikinger können hier auftrumpfen. Ob es der etwas
zurückgebliebene Kraftklotz "Olaf" ist, welcher die Pläne der Wikinger
immer erst drei mal erklärt bekommen muss, oder die Meute, die sich
ähnlich wie Obelix kein Essen bzw. kein Besäufnis entgehen lassen.
Viele der gelungerenen Witze entstehen auf Grund der normannischen
Aberglauben.

Leider steht den Neuen Gegnern auch ein neuer
Protagonist entgegen. "Grautvornix" ist der Sohn des Bruders von
Majestix. Dieser wird in das gallische Dorf geschickt um ein richtiger
Mann zu werden. Bevor jedoch die dörflerischen Ur-Gallier den Jungen
verändern können, bringt der moderne "Grautvornix" das Leben aus
Lutetia in das Dorf. Als Idee funktioniert dieses Generationenproblem
sehr gut. Jedoch waren für mich die gezeichneten Asterixfilme immer
sehr nah an den Comics und daher auch sehr traditionell. Durch diese
Erneuerungen könnte es vorkommen, dass sich die (älteren) Zuschauer
manchmal etwas veralbert vorkommen. Die Geschichte des Films ist auch
keine neue. Wer die anderen Asterixfilme/comics kennt, der weiß auch
wie diese Geschichte enden wird. Viel zu häufig werden Storyelemente
aus den Vorgängern übernommen und 1 zu 1 verarbeitet. Während die alten
Szenen zu bekannt sind passen die neuen Elemente nicht in die
Geschichte (wobei man sagen muss, dass ohne Liebesgeschichte heutzutage
kein Film mehr auskommt). So hat mir persönlich der Comic sehr viel
besser gefallen als der dazugehörige Film. Abschließend muss ich noch
etwas zu der deutschen Synchronisation loswerden. Diese ist dermaßen
schlecht gewählt, dass der Film häufig ungewollt komisch rüberkommt.
Vorallem die Stimme von Obelix ist leider nicht authentisch und würde
eher zu einem groben Schlächter passen als zu einem etwas kindlichen
Riesen.

Sehr schwache Fortsetzung, die weder durch die Witze
noch durch die Geschichte oder Charaktere punkten kann. Nur
eingefleischten Asterix-Fans zu empfehlen!

Fazit:
+Vikinger

-Altbekannte Geschichte
-schwache neue Ideen
-schlechte Synchronisation

GESAMT: 3/10


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