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Hatchet (2006)

Eine Kritik von Graf Zahl (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 08.08.2006, seitdem 350 Mal gelesen


An die 80er Jahre angelehnte Slasher-Plattitüde mit einigen herzerfrischend brutalen Splattereinlagen alter Schule und ein paar mehr (Hodder & Englund) oder weniger (Todd) erfreulichen Gastauftritten bekannter Horrorikonen vergangener Tage. Ansonsten vollgespickt mit teils dümmlichen, teils lustigen Witzchen, die irgendwie zwischen American Pie- und Scary Movie-Niveau hin und her pendeln, so dass man schon fast von einer Persiflage sprechen kann. Zu grinsen gibt es jedenfalls Einiges. Klischeemäßig wurde sowieso die volle Breitseite geliefert! Allem voran die "Handlung": stilgerecht mehr als einfach - (Gruppe verirrt sich im Wald/Sumpf und eine alte Gruselgeschichte mit einem entstellten, übermenschlichen Monster erweist sich als wahr - und metzelt fröhlich in den buntesten Arten und Weisen die permanent im Kreis umherirrende Gesellschaft nieder).
Spannung sucht man hier eigentlich vergebens. Was sich wirklich lohnt in diesem Film sind die doch sehr heftigen Splatterausbrüche, wenn der gute Victor Crawley sich an den Menschenleibern austoben darf. Abgeschnibbelte oder abgerissene Gliedmaßen, verhackstückte Oberkörper und ab- und aufgerissene Köpfe (Szenenapplaus im Kino!) lassen das Fanherz höher schlagen und sind wie bereits erwähnt in liebevoller, alter Handarbeit mit feinen Latexschweinereien gemacht worden - Dank hier an J.C. Buechler, der desbezüglich ja durchaus kein unbeschriebenes Blatt ist.
Der Verursacher dieser Greueltaten (V.C., der alle Trashmonster vereinende Supermutant) allerdings hat mich nicht so wirklich 100% überzeugen können. Teilweise klassisch wie Jason stand er plötzlich da und meuchelte herzlich los; hin und wieder aber kam er plötzlich wie ein gebissener Keiler aus den Büschen gehüpft oder hampelt hinter der kreischenden Menge her, was doch schon fast mitleiderregend rüberkam. Wirkte halt nicht sonderlich bedrohlich.
Etwas sauer aufgestoßen ist mir auch der aprupte Schluß. Nichts dagegen, wenns so ausgeht es jetzt hier der Fall war - aber Showdown? Fehlanzeige. Schade. Und als dann plötzlich der Abspann über die Leinwand laufen wollte, dachte ich noch so beim Schwarzbild vorher "Filmriß? Rollenwechsel verpeilt?". Nö. Ende. Komisch.
Alles in allem nicht ganz der erwartete neue Splatterslasherklassiker, aber durchaus mal ansehbar. Hirn aus, Blut an!
06 von 10 Darmschlingen


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