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Hatchet (2006)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 17.08.2006, seitdem 1109 Mal gelesen


Die jährlichen Mardi Gras Feierlichkeiten toben, doch ein von Herzschmerz geplagter Partyverweigerer überredet seinen Kumpel zu einer Halloweensumpftour abseits des Alkohol & Titten Rummels. Nachdem Robert Englund als Krokodiljäger und Tony Todd als exaltierter Rev. Zombie ihre amüsanten Nebenrollen hatten, werden die beiden Jungs von letzterem an den nicht minder windigen Veranstalter der Bootstour durch das eigentlich gesperrte Gebiet mitten in der Nacht verwiesen. Die Unternehmung erweist sich als echter Fake-Reinfall, welcher zu allem Überfluss nach einer Strandung ganz in der Nähe eines legendären Killers endet, da hat man in solchen Wäldern schon ganz andere Teenies durch deformierte Rächer zerhackstückelt. Der Titel kündigt es schon an, dass der, gespielt von Kane Hodder, nicht gerade zimperlich, mitunter sogar übertrieben brachial in Richtung Comicsplatter mit den unliebsamen Eindringlingen umgeht, auch wenn einiges im Dunkel verlorengeht, nebenbei gibt Kane "Jason" Hodder den eigenen Vater mit Tränen in den Augen, hey fast schon ein Charakter. Soviel zu den Ikonen, die bei solch konventionellen Flicks mit ihrer nunmehr in Mode gekommenen selbtironischen Art schon die halbe Miete sind, ein Cameoauftritt von John Carl Buechler rundet das genrekundige Ensemble ab. Der namhafte Monster- und Kunstblutexperte hatte sichtlich alle Hände voll zu tun, denn an SFX aus der handgemachten Gorekiste spart der Meister nicht, ist erst einmal die erste Hälfte mit all den mehr oder weniger pubertären Scherzen vorüber und die Party in weiter Ferne. Dazu braucht Regisseur Adam Green erstaunlich lange, bevor es in den dunklen Sumpf geht, wobei die Gruppenzusammensetzung als Garant für den aufrecht erhaltenen Komödienanteil gelten kann. Ein DV-Filmer, der seine beiden mitgeführten Tittenmäuschen vermeintlich groß herausbringt, für die Nuditätenquote sind die ebenso brauchbar wie für reichlich blonde Bemerkungen ("Are you sure the number is 911?"), stumpf ist Trumpf und macht Laune, sofern man denn nichts Anspruchsvolles erwartet. Wenn doch, dann ist dies definitiv der falsche Film, auch insofern, dass vor allem die Versatzstücke noch einmal auftauchen, wie sie seit "Freitag Der 13." oder "The Burning" immer wieder gerne genommen werden und in eine Kulisse wie in "Man-Thing" hineingesetzt wurden. Bereits mit seinen Kurzfilmen zeigte Independentfimer Adam Green, dass er besonders das Halloweenthema gerne mit Humor nimmt, etwas spannende Action gibt es dennoch, bevor das unverständlich abrupte Ende den Zuschauer zurücklässt, immerhin mit dem Gefühl, netten Popcornhorror der alten Schule mit jeder Menge Gags und einigen nicht minder belustigenden Killings gesehen zu haben. Der Kopf kann dabei ausgeschaltet bleiben.

Fazit: Eine Hommage an die blutigen 80er Slasher mit Monsterappeal, Nuditäten, Humor und allem Zick und Zupp. 6/10 Punkten


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