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Hatchet (2006)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 12.09.2007, seitdem 737 Mal gelesen


Hatchet
(Sunfilm/ Tiberius Film) 

Die Erwartungen waren hoch! Ich hatte viel über Hatchet gehör und gelesen, und der einhellige Tenor war, dass dies DIE Reanimation des Slasher-/Horrorfilmes sei, einer der derbsten, brutalsten Verbeugungen vor dem Genre, welches in den 80´er Jahren des letzten Jahrhunderts mich, wie tausende andere Gleichgesinnte, mit einer heftigen Holzhammermethode an diese Art Film herangeführt hat.
Was Regisseur Adam Green in seinem zweiten Langfilm (und der Erfahrung von fünf Kurzfilmen im Rücken) hier aus dem Hut zaubert, lässt auf den ersten Blick ein wenig Enttäuschung aufkommen.
Nach einem ersten blutigen Einstieg schwenkt die Handlung auf eine Gruppe mehr oder weniger unsympathische Touristen, die beim alljährlichen Mardi Grass eine Tour durch New Orleans Sümpfe planen. Es folgt die  übliche Vorstellungsrunde der einzelnen Protagonisten, die so schon hunderte male in ähnlichen Filmen vorkam. Freundlich Gesinnte würden hier sagen, dies ist wahres back to the roots, ich persönlich fand es ein wenig simpel, denn auch bei einer Verbeugung vor dem Genre kann man das Intro ein wenig spannender und innovativer gestalten. Hier wird also kruder Humor mit einer bunt gewürfelten Gruppe gepaart, bis dann die übliche Hintergrundgeschichte über einen entstellten, zurückgebliebenen Einheimischen erzählt wird, der nach diversen negativen Kontakten zur restlichen Gesellschaft seine Runde durch die Sümpfe auf der Suche nach Opfern macht. Victor Crowley, so der Name der mysteriösen Kreatur, wird dabei vom großartigen Schauspieler und Stuntman Kane Hodder (spielte den Jason Voorhees, aber auch in vielen anderen Genreproduktionen wie The Devil´s Rejects tauchte er regelmäßig auf) gespielt. Diese Ikone des Horrorfilms tritt hier in einer Doppelrolle als Killer und gleichzeitig als sein kurzzeitig auftretender treu sorgender Vater auf. Dazu gesellen sich noch Robert Englund (Freddy Krüger) und Tony Todd (Candyman) in kleinen Cameos, was dem Film in Genrekreisen vorab schon einen nahezu legendären Ruf beschert hat.
Was macht Hatchet nun zu einem Film, der mich, und viele andere Fans total begeistert? Was nach der ersten halben Stunde der Einführung der Hauptcharaktere folgt, ist ein dermaßen schonungsloses, brachiales auslöschen der Protagonisten, das dem geneigten Zuschauer schier die Spucke wegbleibt. Hier wird nach allen Regeln der Kunst explizit geschlachtet, dabei die Kamera schonungslos drauf gehalten und mit deftigen Effekten garniert, dass es eine wahre Freude ist. Die Story ist dabei nicht sonderlich innovativ, liefert aber nur ironisch böse Stichworte für gemeine Schockmomente, die dabei auch hervorragend funktionieren.
Der Film selber ist dabei sehr kurz, aber dies gestaltet sich hier als Vorteil, da die Story dadurch auf das Nötigste gestrafft ist, dass keine langatmigen Hänger entstehen. Somit ist Hatchet ein runder, griffiger Film geworden, der über seine knappen 75 Minuten sehr gut unterhalten kann.Dieser Film ist somit eine Verbeugung vor und gleichzeitig ein würdiger Vertreter des Slasher – Genres geworden, der durchweg gut und spannend unterhält, und das gezeigte Gorelevel permanent hoch hält.
Die Firma Sunfilm zeigt hier wieder ihr Können, und liefert dieses kleine Meisterwerk in der ungeschnittenen Fassung in einer gewohnt hochwertigen Ausführung. Alle Fans sollten hier definitiv zugreifen, da Hatchet wirklich rockt!!!
 

CFS


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