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Hatchet (2006)

Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 11.11.2007, seitdem 656 Mal gelesen


Angelockt von teils geradezu überschwänglichen Lobeshymnen wollte auch ich mir ein Bild von Adam Greens Slasherhoffnung "Hatchet" machen.
Nach rund 80 Filmminuten kann es jedoch nur heissen: Welch Zeitvergeudung! "Hatchet" gehört zu den spannungsärmsten und innovationslosesten Genrebeiträgen der letzten Jahre, nervt darüber hinaus mit furchtbar platten Charakteren und Dialogen, die diese Bezeichnung nicht verdienen. Der ungeniert von A bis Z kopierte "Freitag der 13." wirkt da im Vergleich zu "Hatchet" ja geradezu oskarverdächtig!

Zu keinem Zeitpunkt fiebert man mit dem bunt zusammengewürfelten Touristentrüppchen mit, das mitten im nächlichen Sumpf Schiffbruch erleidet und alsbald mit einem fiesen Monstrum (Bauart: Jason Vorhees ohne Maske) konfrontiert wird. Daran ändern auch mit schöner Regelmäßigkeit ins Bild gehaltene Titten nichts.
Einzig einige superblutige Gorepanschereien kann Regisseur Adam Green letztlich in die goldene Waagschale werfen. Eine schockierende Wirkung können diese Effekte allerdings auch nicht erzielen, den mit reichlich Leerlauf versehenen Film retten ohnehin nicht. Wie die diletantisch zusammengekotzte 08/15-Handlung wirken die abgerissenen Gliedmaßen und Blutspritzorgien in ihrem völlig überzogenen Einsatz vielmehr unfreiwillig komisch.

Ich habe mich tatsächlich noch gefragt, ob ich vielleicht die Intention des Filmes schlicht nicht verstanden habe und das Ganze eigentlich gar kein Horrorfilm sondern vielmehr eine Parodie sein soll? Im Hinblick auf die auf witzig getrimmten, aber leider nicht die Bohne lustigen Dialoge, das Fehlen jeglicher Klasse und die unkreativ-dämliche Handlung bin ich jedoch zu dem Fazit gekommen, dass "Hatchet" es tatsächlich ernst zu meinen scheint. Dieser Film ist einfach nur schlecht, nicht mehr und nicht weniger! Wären da nicht die halbwegs solide technische Umsetzung (das an sich nette Sumpfszenario wird jedoch völlig verschenkt) und die zum Teil recht gut agierenden Darsteller (sehr nett als Gags: Kane "Jason" Hodder, Robert "Freddy" Englund), "Hatchet" würde sich wohl mit desaströsen 1-2 Punkten zufriedengeben müssen...

Ein gewisses Party-Potenzial ist trotz allem Unmut zu attestieren.


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