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Hatchet (2006)

Eine Kritik von dreamlandnoize (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 17.11.2007, seitdem 369 Mal gelesen


"Hatchet" machte sich vor Erscheinen vorallem einen Namen, dass Robert Englund (Fred Krueger), Tony Todd (Candyman) und Kane Hodder (Jason die alte Baracke) zusammen in einem Slasher miteinander rumtudelten.

OK, legen wir den Film in den DVD-Schacht ein und ziehen uns die Grütze rein. Was mal alle Mäste sprengt ist die Tatsache, dass Grandpa Robert Englund auf Angeltour nach Glühwürmchen schon im Vorspann weggehäkselt wird. Trotzdem prahlt Adam Green danach noch mit "Staring Robert Englund" macht hier mit, blablabla. Das ist zwar legitim, aber irgendwie lachhaft, dass die Bauchkeule zwickt.

Was soll´s. Hat Robert eben nur einen Cameo-Auftritt gehabt. Nachdem man dann einer Gruppe Gehirnamputierten auf dem Mardi Gras zusehen darf (eine Gehirnzelle für´s Atmen und eine weitere für den Suck my Bitch aufrecht zu erhalten) , wie sie sich komplett aus dem Leben schießen, nur weil es mal ein paar Titten zusehen gibt, macht nicht gerade Spaß auf mehr. Aber unser Ober-"Dude" (ich geb´s zu: Man entwickelt aufgrund seiner infantilen Blödi-Jungfrauen-Locken-Frisur-Art schon Sympathien für ihn) will einfach nur noch seine Exe vergessen und denkt sich, in der hiesigen Sumpflandschaft eine Dunkle-Nacht-Hab-Ich-Angst-Boots-Tour durch die Sümpfe zu machen wäre einfach besser, als sich hemmungslos zu besaufen und auf einen Fick mit einer Wichteldame zu warten (OK, der Punkt geht schon mal an das Pfadfinder-Team).
Sein farbiger Freund bekommt dann den sentimentalen Anfall und lässt ihn nicht im Stich (obwohl Mr. Black-Jack auch bis zur 75. Endminute nur mit seinem kleinen schwarzen Sex-Machine denkt) und so machen die beiden sich auf die ultimative Boots-Tour auf.

Dem Zuschauer bleibt nicht verborgen, dass sich mittlerweile Tony Todd noch mehr verpulvert als Robbi Englund, und sich als halbe Schwuchtel mit Zwangsneurose für eine Cameo ablichten lässt. Was war denn das für ein schlechter Gag?

Nachdem Todd wenigstens fähig war, während dem Arsch kratzen und am Ohrenschmalz zu riechen den beiden Brothers zu sagen, wo wirklich das Schiff abgeht, machen sich die Dudes zu dem Crocodile Dundee meets Chackie Chan auf.
Und siehe da, ein älteres Ehepaar, zwei Lesben insklusive Porno-Filmer und eine mysteriöse Lass-mich-in-Ruh-Kuh haben sich den weiten Weg gemacht, für den Way of Life, für den Tag des Lebens: Eine Bootstour durch die Sümpfe für Geister zu sehen.

Wie man bis hierhin merkt, ist die Story einfach nur dumm und die Definition "Schauspieler strahlen Charaktere aus" schreiben hier neue Gesetze. Ich hab echt selten dämlichere Leute rumkaspern gesehen mit noch weniger Hirn wie hier. Sorry für Dich, Adam Green, aber ich war nicht vollstrack als ich Dein Werk angeschaut habe. Die Klabauter-Gesichter in ihren dämlichen Rollen sollen wohl lustig sein, aber außer unsere Locke und mit Abstand der Schwarze und der Ching Chang (nachdem er sich geoutet hat, vorher nervt er nur total) hindern den Zuschauer nur am Ausschalten. Dämliche Story, dämliche Dialoge, dämliche Charaktere so weit das Auge reicht.

Und, so ein Bullshit aber auch, rammen die Dschungel-Camper mit ihrem Boot einen Stein, der ca. 5 Minuten von dem Haus des neuen Oberslashers entfernt liegt: Victor Crowley.
Der ist überhaupt nicht gut drauf, und seit seiner Kindheit ein hässlicher Mutant (na, wer hat denn das ganze Sumpfwasser aufgeschlürft?). Da er an Halloween (wann denn sonst?) gehänselt wurde und von seinem Vater aus Versehen das Beil in die Kieme gerammt bekommen hat, ist er durch diesen Unfall unsterblich geworden und rächt sich jetzt an all den Menschen da draußen, die mehr Sex am Tag haben, wie er selbst. Es sei noch erwähnt, dass Kane Hodder den Doppel-Part angenommen hat, den Papa und den Slasher himself zu spielen (wenigstens er behält die Unterhosen an).

Also wird nach den Regeln des Slashers jeder des auserlesenen Casts (*hust*) verbraten, und wer am Ende übrig bleibt, weiß man schon nach 15 Minuten Laufzeit.
Aber dann doch nicht ganz, weil der Film einen Pseudo-Schluss anhängt und very bad rüberkommen will. Prost Mahlzeit.

Ich muss zugeben, die Spatter-Szenen sind allemal sehenswert - es werden Blut verspritzt und Körperteile abgetrennt wie schon lang nicht mehr (darum die "Hohe Punktzahl"), aber alles andere ist einfach nur Banane. Wenn ich es in einem Satz ausdrücken darf: Schrott hoch zehn.

3,5/10


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