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Hatchet (2006)

Eine Kritik von VIRUS (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 29.05.2008, seitdem 220 Mal gelesen


Mal wieder ein Review meinerseits, und zwar zum Backwood-Slasher-Aufguss "Hatchet".

Die Geschichte ist kurz wie simpel: Touris gehen in den Sümpfen auf Horrorbootstour, kentern, keine hat eien Ahnung was sie tun sollen und nach und nach geht es jedem an den Kragen. Da war zwar noch was mit nem missgebildeten Einsiedler und Menschen, die im Vorfeld verschwanden, aber das ist eher irrelevant.

Nun zu meinem Senf (ab hier wird geSPOILERt):
"Hatchet" wurde im Vorfeld mit der Tagline "Old School American Horror" angepriesen, und diese Bezeichnung trifft den Nagel auch ziemlich auf den Kopf. Hier geht es schnörkellos zur Sache, die Storyline ist sehr linear, hat mit keinerlei Twists oder Überaschungen aufzuwarten und wirkt daher stellenweise mehr als "Rechtfertigung" für die dargebotenen Metzelorgien. Das Rätseln um die Identität des Killers oder sonstige Verstrickungen/Verschwörungen fehlen hier völlig.
Stichwort "Metzeln": In Hatchet geht es RICHTIG zur Sache, noch vor wenigen Jahren wäre das Ding ohne wenn und aber auf der 131er Liste gelandet, doch heute scheint sowas alles zu gehen. Die Gewalt wirkt jedoch teilweise schon so überzogen und comichaft, dass es schwer fällt, den Film ernst zu nehmen (inwiefern war das wohl die Intention der Macher war?).
"Hatchet" orientiert sich ganz klar zu großen Teilen an der "Freitag der 13te" Reihe (und vor allem ihrer schlechteren Teile 5-9), das fängt beim missgebildeten Redneck an, der anderen Jugendlichen seinen Tod zu verdanken hat, an, geht weiter bei der sehr simplen Erzählweise, den nicht sonderlich "tiefen" Charakteren, die nur da sind, um den Bodycount zu erhöhen, und endet bei Kane Hodder als "Bösewicht".
Größte Frechheit in "Hatchet" ist es jedoch, diesen Film mit Robert Englund zu bewerben, der eine etwa 5-minütige Gastrolle zu Beginn des Films hat und noch vor dem Vorspann "verschwindet".

FAZIT:
Hochtrabendes Thrillerentertainment darf man bei Hatchet nicht erwarten, sondern ein eben "oldschooliges" straightes Gehackstückel garniert mit ein paar mehr oder weniger cool/witzigen sprüchen und ein Paar nackten Titten. Wenn man jedoch weiss, wie man den Film zu nehmen hat, kann er auf eine stumpfe Art und Weise schon unterhalten.
Empfohlen für Videoabende unter Betrunkenen oder Pyjamaparties von wohlerzogenen Abiturientinnen, die sich mal richtig "gruseln" wollen.


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