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End of Days - Nacht ohne Morgen (1999)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 03.12.2001, seitdem 1928 Mal gelesen


Vorsicht, im folgendem Review sind Handlungsspoiler enthalten. Wer nicht von vorneherein über Storyelemente aufgeklärt werden möchte sollte dieses Review nicht lesen!
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Arnie legt sich mit dem Teufel an *gähn*

Story:
Im Jahr 1979 wird ein kleines Baby direkt nach der Entbindung von Satanistenanhängern geweiht. Nun soll es sich zur Jahrtausendwende mit dem Leibhaftigen höchstpersönlich paaren. Es ist 1999 und das Millenium steht vor der Tür. Kurz vor dem 31.12 wird auf einen Wall Street Banker ein Attentat verübt, doch Jericho Kane (Arnold Schwarzenegger) kann als Chef der Sicherheitseinheit das Attentat verhindern und stellt einen mysteriösen religiösen Wahnsinnigen. Allerdings weiß Jericho nicht, dass der Banker selbst der Teufel ist und ihn für seine Zwecke missbrauchen will. Denn Jericho versteckt das auserwählte Mädchen, dass der Satan sucht......
Arg, Arnie versucht sich mal wieder mit damals aktuellem Thema als Weltenretter. Story ist langweilig und vorhersehbar. Großartig spannende Momente gibt es nicht, der Verlauf erinnert auch eher an einen schlechten B- Horrorfilm als an einen Hollywoodblockbuster. Über das absolut dämliche Ende, werde ich später ein Wort verlieren. Nur die plötzlichen Auftritte des Teufels machen Spass.

Musik:
Leider nur solide, mehr auch nicht. Die unheilgeschwängerte Atmosphäre die auf dem Teufel fusst wird nur bedingt unterstützt. Ansonsten sind die Klänge zu Silvester ganz nett, auf der anderen Seite aber auch nur Standard um das Silvesterfest ein wenig aufzubereiten. Insgesamt zufriedenstellend, obwohl man viel hätte besser machen können.

Atmosphäre:
Ok, zum einen haben wir einen recht müde und zerknittert aussehenden Arnie, dem ein wenig die Lust am Film zu scheinen fehlt. Hier ist er ja nun mal auch nicht der strahlende Held. Bonuspunkte macht der Film mit dem Teufel Gabriel Byrne, der sichtlich Spass an seiner Rolle hat und mit wirklich tollen Szenen (Das brennende Bedürfnis zu pinkeln ;-)) und schwarzhumorigen Beschreibungen über Gott glänzt. Leider nervt im gesamten Film, das Okkultgehabe und Jagden durch irgendwelche dunklen Gassen und oder U-Bahn Tunnel. Die Action kommt also nicht zu kurz, ist aber nur durchschnittlich und nicht auf dem prallen und hohen Niveau das man einst von Arnie gewohnt war. Das Schlimmste am Film, ist aber das übertrieben dämliche Ende, bei dem Arnie den Teufel in sich aufnimmt und sich dann mutig in ein Engelsschwert zu stürzen um gen Himmel zu fahren. Da fragt man sich, wie viele Dämonen den Drehbuchautoren da geritten haben. Über die schon damals veralteten CGI Effekte möchte ich mich gar nicht weiter auslassen. Aber sie sehen höllisch schlecht aus...

Schauspieler:
Arnold Schwarzenegger serviert hier seinen jährlichen Film, in dem er aber alles andere als überzeugen kann. Er wirkt zu behäbig, zu zerknittert zu müde. Auch wenn das zu seiner Figur passt, hat er es maßlos übertrieben. Ob er während der Dreharbeiten unter Schlaflosigkeit litt? Das ihm der Spass an der Rolle fehlt, ist doch offensichtlich. Arnie, der es mit dem Teufel aufnimmt und den Märtyrertod stirbt? Das war ein bisschen zu viel des Guten.
Gabriel Byrne ist dagegen der einzige Lichtblick im Film. Mit sichtlich viel Spass verkörpert er den Leibhaftigen, wobei er bemerkenswerter Weise im gleichen Jahr noch als Priester in Stigmata unterwegs war. Teuflisch gut und verführerisch hat er immer lockere Sprüche oder wahre Lebensweisheiten auf den Lippen. Allerdings hat er auch ein anderes Gesicht, wenn ihm der Geduldsfaden reißt. In diesem Fall die Darstellung eine auf komische Art und Weise sympathischen Teufels.

Fazit:
Übelst unterdurchschnittlicher Actionmysterymilleniumquatsch mit einem lustlosen Arnie, aber superben Gabriel Byrne. Das übertrieben kitschige Ende gibt dem Film vollends den Rest......


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