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End of Days - Nacht ohne Morgen (1999)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 24.09.2002, seitdem 900 Mal gelesen
Was so viele Leute an „End of Days – Nacht ohne Morgen“ zu kritisieren haben, verstehe ich nicht. Dieser Film gehört meines Erachtens zu den besten Filmen Arnies, auch wenn er nicht an Filme wie „True Lies“ oder „Total Recall“ heranreicht.
1979: Im Vatikan wird in den Sternen gelesen, dass heute das Mädchen geboren wird, welches zum Jahreswechsel 1999/2000 die Braut des Satans werden soll. In einem New Yorker Krankenhaus kommt die kleine Christine York zur Welt, welche gleich unter die Überwachung eines führenden Satansjüngers (Udo Kier) gestellt wird. Ein atmosphärischer, leicht gruseliger Einstieg in Peter Hyams düsteren Mystery Thriller.
Drei Tage vor besagtem Jahreswechsel: Der Teufel kommt aus der Kanalisation und fährt in einen Wall Street Banker (Gabriel Byrne). Dieser küsst und betatscht erst mal die Frau des Mannes, der mit ihm am Tisch saß, und lässt danach das Restaurant mitsamt aller Insassen in die Luft fliegen. Gabriel Byrne ist von Anfang an ein charismatischer Fiesling (vor allem die Szene, in der er den Skater mit dem ’Satan rules’ T-Shirt trifft, ist klasse).
Nun kommt der versoffene Ex-Cop Jericho Kane (Arnold Schwarzenegger) ins Spiel. Nach dem Mord an seiner Frau und seiner Tochter ist er fertig mit dem Leben und schlägt sich als Bodyguard durch. Als er den teuflischen Wall Street Banker beschützen soll, werden er und sein Kumpel Chicago (Kevin Pollak) ebenfalls in den Kampf um die inzwischen erwachsene Christine (Robin Tunney) verstrickt. Jericho wird zu ihrem Beschützer, denn falls der Satan sie bekommt, beginnt seine Schreckensherrschaft und die Nacht ohne Morgen...
Die Stimmung von „End of Days“ ist düster wie atmosphärisch. Von der dunklen Farbgestaltung bis hin zu dem passenden Sound durch Limp Bizkit, Creed, Powerman 5000 etc. Auch der kleine Spritzer Humor, der durch Kevin Pollak in die Geschichte kommt, ist sarkastisch genug, um die Atmosphäre nicht zu zerstören. Arnolds Rolle ist sehr überzeugend und herrlich abgewrackt (man beachte den Mix des Frühstücks zu Beginn); auch die Tatsache, dass er wirklich nur der Beschützer der Schönen bleibt, spricht für eine würdevolle Altersrolle.
Die Story ist derweil spannend und hat einige sehr schöne und überraschende Wendungen, auch wenn der Film mir beim ersten Ansehen im Kino noch etwas besser gefiel als beim zweiten Ansehen auf DVD. Auf ansehnliche Weise werden verschiedene Mythen aus der Welt von Religion und Okkultismus einbezogen.
Action gibt es in „End of Days“ nicht so viel, da der Film ein Mystery Thriller ist. Die gebotene Action bietet dann ein paar Shoot-Outs, Explosionen, Kämpfe und Stunts, was dann auch alles sehr gut in Szene gesetzt worden ist. Vor allem einige der Stunts (z.B. mit dem Hubschrauber am Anfang) können sich wirklich sehen lassen und auch die Schießereien können noch begeistern. Zum Glück wird darauf verzichtet, dass der Satan mit geballter Feuerkraft zu vernichten sei, denn das wäre albern.
Schauspielerisch ist „End of Days“ klar die beste Leistung Arnies, denn den kaputten Ex-Cop verkörpert er hervorragend und spielt auch sehr gut. Noch besser ist Gabriel Byrne als wahrhaft diabolischer Fiesling, der herrlich ironisch auftritt. Robin Tunney guckt überzeugend hilflos drein und die bekannten Nebendarsteller Rod Steiger, Udo Kier, Kevin Pollak und CCH Pounder sind exzellent.
Gelungener Mystery Thriller mit leichtem Actionmangel, der aber mit Spannung und Atmosphäre punkten kann.
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