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Silent Hill - Willkommen in der Hölle (2006)

Eine Kritik von CineKie (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 07.06.2006, seitdem 208 Mal gelesen


Videospielverfilmungen sind ein zweischneidiges Schwert: Einerseits müssen sie es aus Gründen der Rentabilität schaffen, eine Geschichte zu erzählen (bereits daran scheitern einige), die auch für videospielunerfahrene Menschen interessant ist (und daran scheitern dann die meisten), andererseits dürfen sie sich nicht zu weit von ihrer Herkunft entfernen, da sonst die Zielgruppe verprellt wird. Vielen künstlerischen Totalausfällen stehen eine Hand voll relativ gelungener Beiträge gegenüber - „Silent Hill“ fällt zum Glück in die zweite Kategorie.

Wie bereits in den Spielen steht und fällt der Film mit der Bereitschaft, sich auf eine verworrene Geschichte bestehend aus Paralleluniversen, verschiedenen Zeitebenen und skurrilen Kreaturen einzulassen. Das Grundgerüst (Kind schlafwandelt und redet dabei von einem Ort Namens Silent Hill, zu dem sich die Mutter mit dem Kind aufmacht) tritt in dem Moment in den Hintergrund, in dem Silent Hill erreicht wird. Von hier an regieren abwechselnd Furcht und Verwirrung – bei der Protagonistin sowie beim Zuschauer: Solange die Sonne scheint, wird versucht, den eingestreuten Hinweisen nachzugehen und das Geheimnis um Silent Hill zu lösen – während der Dunkelheit hingegen regiert das pure Grauen, welches in Gestalt grausam entstellter Wesen über die Stadt hereinbricht.

So sehr ich die Regie von Christophe Gans („Crying Freeman“, „Pakt der Wölfe“) schätze, die düstere Atmosphäre von „Silent Hill“ bewundere und von dem Finale begeistert bin, umso mehr ärgern mich die unnötigen Schnitzer: So hätte auf den Subplot rund um den Ehemann, welcher sich auf die Suche nach Frau und Tochter begibt, getrost verzichtet werden können, da der Wechsel in unsere Realität die stimmige Atmosphäre jedes Mal erneut zunichte macht. Ebenso hätte dem Film eine etwas straffere Inszenierung nicht geschadet: Besonders im Mittelteil weist „Silent Hill“ einige Längen auf, die durchaus hätten vermieden werden können.

Was bleibt ist ein solider Beitrag zum Genre mit einem hervorragend gefilmten Finale, welches in seiner Art und Härte an „Hellraiser“ erinnert und für gewisse Längen entschädigt.


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