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Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell (2006)
Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 14.04.2006, seitdem 559 Mal gelesen
Kurzes Brainstorming: Was fällt dir zu Sharon Stone ein?
Ganz klar, mindestens jeder Zweite wird sich an die populäre Beinüberschlagszene aus „Basic Instinct“ erinnern. Das war 1992 und nun soll es, knapp 14 Jahre später, nach langem Hick-Hack zu einer Fortsetzung kommen. Regisseur Verhoeven stieg aus, Michael Douglas sagte ebenfalls ab, nur Missy Stone wollte unbedingt ihren mehrfach renovierten Körper noch einmal in den Mittelpunkt stellen, bevor auch der sensibelste Metzger nichts mehr aus den Hautlappen formen kann.
Eigentlich lässt sich das Ergebnis erahnen, doch man will sich ja nicht von negativen Kritiken abschrecken lassen, bis man das Desaster mit eigenen Augen gesehen hat…
In den ersten Minuten funktioniert dieser Aufguss auch noch ganz gut:
Catherine rast mit ihrem Sportwagen und ihren fummelnden, von DTC betäubten Stecher mit 180 Sachen in den Höhepunkt und kühlt sich im Wasser ab. Der Stecher bleibt im Auto und Catherine wird anschließend von Cop Roy verhört.
Schon kommen einem die Szenen bekannt vor. Stony darf mal wieder nicht rauchen, aber der Beinüberschlag bleibt aus.
Gleich darauf kommt der Douglas-Ersatz ins Spiel: Kriminalpsychologe Michael Glass.
Trotz seines negativen Gutachtens, wird Catherine beim anschließenden Gerichtverfahren freigesprochen, etwas Dirty Talk ihrerseits und Michael ist ihr verfallen, es geschehen ein paar Morde und Catherine spielt mal wieder alle gegeneinander aus.
Eine gehaltlose und erschreckend ideenarme Story - schlicht langweilig und zu keiner Zeit spannend.
Das Beste sind noch Passagen des Scores - und zwar jene, die man vom Original verwendet hat.
Sharon Stones Zeit hingegen ist vorbei, hier lässt sich nichts rüberkopieren, denn trotz aller lasziven Blicke macht das keinen Zuschauer unter 87 spitz.
Umso erschreckender festzustellen, dass sie in diesem hölzernen Kasperltheater noch am überzeugendsten agiert. Charlotte Rampling ist kläglich um Selbstsicherheit bemüht, David Thewlis um dreckige Ausstrahlung, aber richtig, richtig schlimm ist David Morrissey als Nachfolger von Michael Douglas.
Als hätte man ihm eine Pierce-Brosnan-Maske aus Papier aufgesetzt, die gegen Ende ein paar Risse bekommt, entsetzlich steif und ohne jegliche Ausstrahlung. Entsprechend ätzend ist dann die Zimmergolfpartie mit Stony ausgefallen, - unspektakulär und so erotisch wie biersaufende Maurer im Hochsommer.
Nein, wenn´s nicht einmal mit den Erotikszenen stimmt, rettet den Film eigentlich nichts mehr. Zumindest kann man Regisseur Caton-Jones, der uns immerhin den passablen „Rob Roy“ beschert hat, handwerklich nicht viel vorwerfen. Aber aus einer so oberflächlich konstruierten Story kann auch er keinen guten Film machen. Mit dem dritten Teil sollte sich Sharon `The Botox´ Stone aber ein wenig beeilen, denn wer weiß, wie lange ihr zukünftiger Filmpartner Johannes Heesters noch zur Verfügung steht…obwohl, - in 14 Jahren wäre Ozzy Osbourne ja auch schon Mitte 30…
3 von 10 Punkten
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