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Basic Instinct - Neues Spiel für Catherine Tramell (2006)

Eine Kritik von sebolon (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 20.05.2006, seitdem 425 Mal gelesen


Oh mein Gott...mir fehlen immer noch die Worte!

Ich bin zwar wirklich schon mit gedämpften Erwartungen in dieses neue (Trauer)spiel um Catherine Tramell gegangen, was sich mir dann aber letzten Endes bot, spottet jeder Vorahnung...

Sharon Stone ist, wie könnte es anderst sein, eine Hollywood-Diva. Sie stellt auch in ihrem Alter immer noch eine reizende sexy und sinnliche Frau dar, gekreuzt mit einem Haufen Geld für SchönheitsOP's! Verglichen mit ihrem Auftritt bei "Basic Instinct" vor 14 Jahren ist sie allerdings nur noch eine gestraffte Hülle ihrer selbst. Es ist schon wirklich traurig mitanzusehen, wie sie versucht, tough und jung zu wirken, man ihr aber sofort die 14 Jahre anmerkt, die sie so versucht zu verstecken. Sie ist einfach nicht mehr die lockere sinnliche Frau, die einen Michael Douglas nach allen Regeln der Kunst verführte und den Kinozuschauer das Wasser im Mund trocknen ließ. Sie bekommt in keiner Sekunde des Films diese knisternde Spannung hin, für die ich sie im ersten "Basic Instinct" oder auch in "Casino" lieben lernte...sie wirkt gekünstelt, starr und viel zu sehr darauf bedacht, das zu versuchen, was ihr vor 14 Jahren - als sie sich wahrscheinlich noch jung fühlte und nicht nur so aussah - locker von der Hand ging...

David Morrissey?! WER bitte? Aha, "Im Auftrag des Teufels", ok!!! Was, bitte schön, hat dieser Schauspieler in diesem Film verloren?? Er schafft es ja nicht im Geringsten auch nur annähernd seiner Rolle Herr zu werden. Es ist wirklich erbärmlich ihm zuzusehen, von Ernst nehmen kann ja nicht die Spur einer Rede sein. Ok, es ist schon schwierig in Michael Douglas Fußstapfen zu treten, aber dass man sich so lächerlich anstellt, das darf einfach nicht toleriert werden. Morrisseys Wutausbrüche...hahaha, wen will er damit denn erschrecken?? Von den "geilen" Sexgames brauchen wir ja überhaupt kein Wort verlieren...waren sie im ersten Teil noch eine Offenbarung, so fehlt mir jeglicher Sinnbezug, wieso überhaupt ein Szene in dem Film eine Berechtigung hat...
Über Morrisseys Mentor Charlotte Rampling möchte ich dann nicht mal mehr eine Meinung verlieren...

Fazit:
Es ist für mich einfach unverständlich und traurig, was aus dem Erbe von Basic Instinct gemacht worden ist. Zwei Sachen gehen mir nicht mehr aus dem Kopf:
a.) wieso wurde nicht Paul Verhoeven mit dem Film beauftragt?? Wollte er nicht? Weil tot ist er nicht!!
b.) wenn ihn schon Michael Caton-Jones abgedreht hat, warum ist er nicht angehalten worden, sich mehr mit dem Film auseinander zu setzen und besser zu casten!! Weil diese Besetzung, das sieht ja ein Blinder, kann nur zum Scheitern verdammt sein...

1,0/10 Punkte


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