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Ice Age 2 - Jetzt taut's (2006)

Eine Kritik von Kettensäge (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 09.04.2006, seitdem 433 Mal gelesen


Naja,

war schon ein netter Film. Mehr fällt mir dazu leider nicht ein.
Kann auch sein das meine Erwartungen zu groß waren, andere hingegen fühlten nach diesem Kinobesuch ähnlich.

Die Geschichte ist ganz in Ordnung, wenn auch sehr dünn und einfach gestrickt. Bei näherem darüber nachdenken kommt man schnell zum Entschluß das es wohl diese Geschichte gibt, weil es einfach eine Geschichte geben muß um einen Zweiten Teil zu rechtfertigen. Eingeschlossen in einem Tal, beginnen die Eiswände rings herum zu schmelzen und die einzige Rettung ist ein großes Boot (Holzrindenhälfte) am anderen Ende des Tales.
Jup das ist erst mal die Geschichte dazu.
Neben einigen platten und manchmal einfach nur einfallslosen Geschehnissen gibt es jedoch auch mal etwas Spannung. Zweimal.
Genau bei diesen Szenen wird man wieder richtig wach und ist gefesselt.
Es ist jedesmal der Kampf der ungleichen Herde gegen die beiden Urzeitdinos, die durch das schmelzende Eis frei gelegt wurden.
Das ist genau Zweimal der Fall, womit die Höhepunkte auch schon erklärt wären.

Sid, von Otto gesprochen, versucht krampfhaft ein bebendes Kinosaalgelächter zu entfachen. Einigemale gelingt es ihm und die anderen Male denkt man nur „So ein Blödsinn!“
Die beiden Opposums (oder wie man sie auch schreibt) sind anfangs durch ihre Hyperaktivität unterhaltsam aber gegen später nur noch nervraubend.

Gut hingegen fand ich die moralischen Ansätze vom Zusammenhalt, Freundschaft und sich gemeinsam gegen die eigenen Ängste zu stellen. Die Botschaft die dadurch übermittelt wird ist gerade heute wichtig.

Traurig hingegen war das die eigentlichen Brüller im Kino ausschließlich von Scrat, dem merkwürdigen Eichhörnchen, gerissen wurden. Scrat kam zum Glück häufiger vor als im ersten Teil und rettete damit so manchen Filmdurchhänger.

Grob aufgesetzt fand ich speziell den Schluß. Manni, das einsame Mammut, glaubt als Spezies aussterben zu müssen, bis er auf einen weiblichen Mammut trifft. Das wäre ja noch gegangen aber als dann gegen Ende die Eiswände rings herum eingestürzt sind, die Wassermassen sich verteilt haben, spazierten doch tatsächlich heerscharen von Mammuts von der anderen Seite zu ihnen herüber. Mammuts und nichts anderes, nicht mal etwas ganz kleines.
Genau dadurch wirkte das ganze einfach nur aufgesetzt.

Man kann sich den Film durchaus mal ansehen, denn seine komischen Einlagen hat er ja, nur plagt ihn das gleiche Schicksal wie den meisten anderen auch, er ist nur eine laue Fortsetzung eines hervorragendem Ersten Teils, der durch Herz, guter Handlung und gut plazierten Humor zu überzeugen wußte.


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