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Ice Age 2 - Jetzt taut's (2006)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 16.04.2006, seitdem 242 Mal gelesen


Da ist man gerade noch froh, den langen Winter in diesem Jahr endlich überstanden zu haben, schon bricht im Kino wieder „Ice Age“ aus. Aber auch hier taut´s in dieser familientauglichen Animationskomödie, die vier Jahre nach dem Erstling eine gelungene Fortsetzung bietet.

Die Eiszeit neigt sich dem Ende zu und es drohen Überflutungen. So müssen sich die Freunde Mammut Manny, Säbelzahntiger Diego und Faultier Sid schleunigst auf den Weg begeben, um das Rettungsboot auf der anderen Seite des Tals zu erreichen.

Sid wird nicht ernst genommen, Diego hat Angst vorm Wasser und Manny fürchtet, der letzte seiner Art zu sein, bis er Mammut Ellie begegnet, die sich für ein Opossum hält und von ihren beiden „Brüdern“ begleitet wird. - Logischerweise erfolgt daraus eine Liebesgeschichte mit Komplikationen.
Inhaltlich bietet der Film nicht allzu viel, die Story beschränkt sich aufs Wesentliche und lebt primär vom Zusammenspiel der sympathischen Charaktere.

Für die besten Lacher sorgt wieder einmal Uhrzeithörnchen Scrat mit ein paar turbulenten Zwischeneinschüben im Kampf um die Eichel.
Auch die kleinen Opossums können mit ihrer witzigen Mimik für einige Schmunzler beitragen, was man von Faultier Sid nicht ohne Einschränkung behaupten kann. Das betrifft nicht die Animation, sondern die Synchro von Otto Waalkes, der den Sprachfehler seiner Figur auf Dauer etwas überbelastet, ansonsten aber gute Arbeit leistet.
Die übrigen markanten Sprecher wie Thomas Fritsch, Arne Elsholtz, Daniela Hoffmann und Lutz Mackensy gehören ohnehin zur Spitze der deutschen Synchronstimmen.

Die musikalische Untermahlung klingt abwechslungsreich und bietet auch einen kleinen Song, bei dem die Geier rhythmisch ihre Vorfreude gegenüber zukünftigen Mahlzeiten äußern.
Die Animation des Streifens ist zeitgemäß, sehr sauber und anatomisch ordentlich. Szenen wie die Wackelpartie auf dem Felsturm und ausbrechende Wassermassen verdeutlichen die qualitativ hochwertige Arbeit der Pixelkünstler. Leider lässt die etwas dünne Story wenig von diesen wuchtigen Szenen zu, die gegen Ende etwas dick aufträgt.

Doch insgesamt stimmt das Treiben der Eiszeitviecher heiter und man wird flott unterhalten. Schwächen innerhalb der lauen Geschichte sind zu verzeihen, dafür sitzen einige Gags und ein Dauerschmunzeln wird man auch einige Zeit nach dem Kinobesuch nicht los.
Für eine weitere Fortsetzung wird das Eis allerdings etwas dünn werden…
7 von 10 Punkten


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