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Ice Age 2 - Jetzt taut's (2006)

Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 16.07.2006, seitdem 349 Mal gelesen


Riesenfortsetzung!

Sid, das Faultier (von Otto gesprochen), Diego, der Säbelzahntiger, Manni, das Mammut und Scrat, das Urzeiteichhörnchen werden aus ihrer Eisidylle gerissen, als urplötzlich der Gletscher zu schmelzen und eine riesige, alles verschlingende Flutwelle freizusetzen droht. Die Tiere müssen sich auf den Weg machen zu einem rettenden Boot.

Als unfassbar verzwickte Story kann man das sicherlich nicht bezeichnen, jedoch werden viele kleinere Handlungsstränge eingestreut, die unglaubliches Unterhaltungspotential haben. Normalerweise mag ich so kleine Handlungsstrangmassen nicht, in diesen Film passt es jedoch perfekt. Da hätten wir den tollpatschigen Sid, der um Anerkennung kämpft und sie bei einer Minifaultierkolonie zu finden scheint. (Äußerst lustige Tanzszene). Daneben hat Manni das Problem der Einsamkeit und der scheinbaren Bedrohung, dass seine Rasse aussterben wird. Doch da kommt dann das "Opossum" Elli zur Hilfe. Die wahren Opossums Crash und Eddie wirken ebenfalls sehr erfrischend und mit ihnen werden einige originelle Ideen umgesetzt. Diego kämpft mit seiner Scheu vor dem Wasser, erhält aber eigentlich eher eine Statistenrolle, er kommt in wenigen Szenen richtig zum Einsatz. Schließlich hätten wir das Highlight des Films (nach meiner Meinung): Scrat! Sein endloser Kampf um die Nuss ist einmalig, das könnte ich mir stundenlang anschauen, ohne mein Dauergrinsen zu stoppen. Seine ganz eigene Leidensgeschichte wird gelegentlich zusammenhanglos eingestreut und erhält erst beim dramatischen Ende einen Bezug zu den anderen Akteuren.

Ich bin eher ein Fan von den guten alten gemalten Filmen, den neuen Animationsschnickschnack finde ich zwar teils unterhaltsam, meistens packt mich jedoch eher die Sehnsucht nach früher. In diesem Film ist das nicht so. Das liegt zum einen daran, dass man an der optischen Umsetzung nicht wirklich Mängel erkennen kann, zum anderen kommt man wirklich kaum aus dem Lachen heraus. Nicht nur sind die Hauptakteure enorm witzig, auch zahlreiche Nebenfiguren wie die Kinder am Anfang oder der geldgeile Händler (wofür braucht er das Geld eigentlich?) tragen zur durchgehenden Unterhaltung bei. Und das fast ohne Story. Respekt!

Mängel sind nur die schwache Rolle des Diego, die Aasgeier-Zwischensequenz und eben die schwache Story.

Fazit: Eine geniale Fortsetzung des ersten Teils, die auf mehr hoffen lässt. Ob Scrat eines Tages seine Eichel ergattern wird? Starke Optik, Dauerlachen, sympathische identifikationsfähige Charaktere. Einfach super. 9 Punkte von mir. Euer

Don


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