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Männerzirkus (2001)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.01.2007, seitdem 240 Mal gelesen


Und noch eine Liebeskomödie – ohne Überraschungen

Man ist des Genres schon fast überdrüssig, gäbe es nicht zwei Dinge, die einen vor dem Abschalten bewahren – das eine ist die Liebste, das andere tatsächlich gelungener Humor in Verbindung mit freundlichen Darstellern. Aber trotzdem sind die Filme alle gleich…Hier nun heißen die Hauptpersonen Jane, Ray und Eddie, und es selbst dem nüchternsten und weitestgehend filmfremden Betrachter klar, daß sich von den dreien zwei kriegen werden. Muß man noch mehr sagen? Ja, denn auch hier werden zunächst die Männer als Übel dargestellt, bis zur Wandlung des Hauptperson, und danach ist zumindest einer der Männer ein ganz ein toller Hengst…und lieb, und gar nicht macho, und irgendwie genau so, wie sich die Frauen Ihren Traummann backen würden.

Natürlich haben alle Personen einen guten Job, lustigerweise bei dem gleichen Fernsehsender. Jane nun verliebt sich in Ray, der ist sanft, der liebt sie, der will mit ihr zusammenziehen…kann jedoch nicht von Janes Chefin lassen. Dumm für Jane, denn die hat ihre Wohnung gekündigt und zieht nun beim Frauenheld Eddie ein, der im Lauf des Films ( warum bloß…) vom Frauenvernascher zum Frauenversteher mutiert. Damit sind die Eckpfeiler eingeschlagen, dazu kommt noch eine von Jane entwickelte ziemlich dumme Theorie über die Ähnlichkeit von Stieren und Männern…die sie unter Pseudonym veröffentlicht. Bühne frei für das große Finale, das gehört auch zu jedem Liebesfilm, die gute alte Katharsis, und da ist sie, Jane offenbart sich, Eddie tröstet und gesteht ewige Liebe, Ray bleibt Ray, und trotz des firmenfeindlichen Verhaltens wird Jane nicht gefeuert. Ach, ist das nicht schön…

Ich bin gespannt, wann mir diese Art Film mal zuviel wird. In den letzten Monaten durfte ich mehr Liebeskomödien sehen als in meinem restlichen Leben, und irgendwie, Ihr Leser da draußen, mutiert man dadurch ein wenig zum Weichling. Man sieht die Damenwelt mit anderen Augen ( dank Mel Gibson ), man müht sich um Verständnis für das an sich Unbegreifliche, man findet gut, was nicht gut ist, gewinnt selbst der belanglosesten Schnulze noch was Positives ab. Hier nun hat Jane immer zu roten Lippenstift, ihre Theorie ist unglaublich dämlich, darstellerisch ist Hugh Jackman ganz nett, aber das ist auch egal, denn es geht nicht um Höchstleistungen. Was dieser Film will, ist nett zu unterhalten, kurzweilig zu sein, und das gelingt. Etwas besserer Durchschnitt, da habe ich schon viel Schlimmeres gesehen – auch auf dem Actionsektor. Und wenn schon Liebesgeschichte, dann noch lieber so was wie hier als „Mission: Impossible 2“…knapp noch 7/10.

Und jetzt schnell heim und bissl Bloodsport gucken…Vorbeugen schadet nie!


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