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Detonator - Brennender Stahl, The (2006)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 03.09.2006, seitdem 642 Mal gelesen


Es geht aufwärts für die B-Filme von Wesley Snipes: „The Marksman“ war besser als „7 Sekunden“ und „The Detonator“ legt noch ein kleines Stück zu.
Sonni Griffith (Wesley Snipes) ist US-Agent im Auftrag der Homeland Security und ermittelt gegen verdeckt gegen Terroristenstrolche, die den Frieden bedrohen. Sein neuester Auftrag führt ihn nach Bukarest, wo er einen Waffenhändler auffliegen lassen soll. Das präsentiert sich dann als flotter Auftakt, mit etwas Humor (Sonni legt sich eine leicht schwule Tarnidentität zu) und einiger Action, denn Sonni wird enttarnt und verhackstückt die Gangster bis auf einen.
Doch das Töten der Zielperson war nicht vorgesehen, der Überlebende ist zudem noch Vertrauter eines ortsansässigen Großgangster und so will man Sonni schnell zurück in den USA haben. Auf dem Weg soll er auch die Mordzeugin und –verdächtige Nadia Cominski (Silvia Colloka) mitnehmen, die momentan vom CIA beschützt wird. Natürlich müssen mehrere Plots immer etwas miteinander zu tun haben und so weiß der Zuschauer bereits durch die erste Szene, dass Nadia mit dem gleichen Gangster zu tun hat.

Es trabt ein Killerkommando an, das die CIA-Bewacher tötet und Nadia entführen will, doch Sonny greift beherzt ein, macht die Killer nieder und flieht mit Nadia. Doch es muss ein Leck bei den Behörden geben und die Gangster sind immer noch hinter ihnen her…
„The Detonator“ ist ordentliche Standardware, aber auch nicht mehr, denn es mangelt einfach an irgendwie herausragenden Merkmalen. Die Tatsache, dass sich Sonni und Nadia näher kommen, ist fader Stereotyp und Ansätze von Subplots werden nie wirklich aufgenommen. Sonni redet gelegentlich bedeutungsvoll daher, eine Rückblende aus der Vergangenheit zeigt wie er einen Verbrecher aus Rache mit einem Brandsprengsatz beseitigte (leider mit schlecht gemachter CGI-Explosion), doch der Film geht auch hierauf leider nur rudimentär ein.
Dabei hat „The Detonator“ durchaus Potential, holt optisch noch das Beste aus dem Ostblockszenario heraus und auch die Musikuntermalung gewinnt zwar keine Preise, ist aber recht gut. Der Plot ist Standard, lässt aber bei der Identität des Verräters noch genug offen. Es gibt zwei Hauptverdächtige, doch die Chose wird wirklich erst am Ende aufgelöst. Ansonsten sind die Twists ordentlich, stellenweise sogar überraschend und wenngleich von Hochspannung keine Rede sein kann, so spult „The Detonator“ seinen Standardplot mit ordentlich Tempo ab.

Doch zu wirklich Großem fehlt es hier an Action. Das Gebotene ist gut, aber das letzte Drittel hält sich abgesehen vom gelungenen Showdown doch arg zurück. Dabei ist die Action handwerklich wirklich gelungen, vor allem die Tunnelexplosion sieht klasse aus. Die Shoot-Outs sind recht hart und ordentlich choreographiert, aber meist recht kurz. Nur die Motelschießerei (inklusive einer beeindruckenden Detonation) und das Geballer gegen Ende sind etwas länger. Auch gekämpft wird eher kurz, doch die Fights überzeugen mit wirklich guter Choreographie.
Wesley Snipes spielt hier auch mit etwas Humor (siehe Auftakt) und fühlt sich sichtlich wohl in der Rolle, auch wenn er stellenweise nur seinen „Art of War“-Part nachkauen muss. Die Fieslinge hingegen bleiben alle etwas blass und austauschbar, auch die Kollegen könnten etwas mehr Profil vertragen. Silvia Colloka spielt auch nicht wirklich herausragend, wird aber als sexy Hexy mit den entsprechenden Outfits ins rechte Licht gerückt.

Ein B-Actionhighlight ist „The Detonator“ leider nicht geworden, doch innovationsarme, flotte Videothekenware bietet er schon. Nette Action und die ordentliche Regie trösten da immer mal wieder über Logikschwächen und den wenig einfallsreichen Plot hinweg, wenngleich es ruhig mal etwas häufiger krachen könnte.


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