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Gladiator (2000)

Eine Kritik von Der Ewige Lawrence (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 07.03.2007, seitdem 555 Mal gelesen


Authentisch soll er sein. Und glaubwürdig!
Nun ja.

Fangen wir mal mit dem Offensichtlichen an:
Russel Crowe ist kein Spanier und sieht auch nicht wie einer aus. Wenn man einen Mann mit Ausstrahlung braucht, der dieses Prädikat erfüllt, hätte es gut und gerne Javier Bardem sein können, wenn aus dem Us-Markt ein Schauspieler, dann vielleicht irgendein Pro-Wrestler, der wie ein Spanier aussieht?
Gut, der Mann hat Charisma und spielt auch nicht schlecht, aber er ist nun mal kein Spanier.
Genausowenig sehen Richard Harris und Oliver Reed wie Römer aus, und auch die weiblichen Rollen sehen eher aus wie aus Fackeln im Sturm.
Sind die Italiener ausgestorben und ich habe nichts davon mitbekommen?

Dann die Sache, dass dieser Typ genannt Maximus, der nichts mehr zu verlieren hat, es tatsächlich mit dem Cäsar aufnehmen kann, so dass dieser sich zu einer folgenschweren Entscheidung hinreißen läßt.
Zugegeben, der Charakter Joaquin Phoenix' ist labil und neigt dazu hinterhältige impulsive Pläne zu schmieden, aber er ist weder ein Trottel noch ein Selbstmörder, von daher ist der letzte Schachzug des Films ein Witz.
Mehr noch, vom Glaubwürdigkeitsgehalt her eine Katastrophe ohnegleichen. Höchstens infantile Teenager und RusselCrowe-geile Nacktschnecken könnten dem etwas abgewich... äh abgewinnen.

Und dafür dass es hier um einen Gladiator geht, sind für meinen Geschmack zu wenige und wenig blutige Gladiatorenkämpfe vorhanden.

Charakterliche Entwicklung ist wie üblich in Ridley Scott Filmen für meinen Geschmack zu wenig nicht immer nachvollziehabr oder over the top ohne Hintergrund.

Gut, das sind die Sachen, die man auf der Soll-Seite hat.....
Hmm, hmmm

Und was haben wir auf der Habenseite?

Schicke Choreographie, schöne Bilder, und ein digital wieder erstandenes Rom, das manchmal sehr sehr grandios aussieht, dann manchmal wieder nicht, sowie ein mit famoser Bildschirmpräsenz gesegneter Russel Crowe, der relativ wenig macht, das aber richtig gut (auch wenn er äußerlich eine glatte Fehlbesetzung ist)
Sozusagen Bilder die einen vor den Fernsehr oder Kinosessel pressen können....
Halt das Übliche für einen üblichen Ridley Scott Abenteuer Film.

Nicht mehr und nicht weniger
Also mit Sicherheit auch nicht das große Übermeisterwerk, wofür er heute immer wieder gehalten wird.
Den Vergleich mit den 50 Jahre vorher gedrehten Historienschinken wie Spartakus, Ben Hur und ähnlichem kann er mit Sicherheit nicht standhalten, da dort die besseren Regisseure zu Werke gingen.

7 Punkte


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