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Gladiator (2000)

Eine Kritik von Porto-Robbe (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 09.02.2010, seitdem 313 Mal gelesen


Story: Kaiser Marcus Aurelios (Richard Harris) ist alt und fühlt sich mittlerweile auch schon schwach. Daher möchte er einen Nachfolger wählen und entschließt sich für den Feldherrn Maximus (Russell Crowe) statt für seinen intriganten Sohn Commodus (Joaquin Phoenix). Für Commodos bricht eine Welt zusammen, als sein Vater ihm die Botschaft überbringt. Also ermordet er seinen Vater um die kaiserliche Macht an sich zu reißen. Da Maximus für Commodus nicht weiter in die Schlacht ziehen will, soll er samt Frau und Sohn ermordet werden. Maximus überlebt und wird gezwungen als Gladiator Kämpfe zu bestreiten. Nun kennt er nur noch ein Ziel. Er will an seine Peiniger Rache nehmen und bekommt dabei sogar Unterstützung von Commodus' Schwester (Connie Nielsen)...

Kritik: Gladiator ist ein Historiendrama das mindestens genauso viel Wert auf Action legt, wie auf die dramatischen Szenen. Dabei ist der Film ja auch zur reinen Unterhaltung da, denn es wird keinen Wert auf geschichtliche Fakten gelegt, was für einen Blockbuster ja auch nicht weiter störend ist. Der Film ist bis auf die Nebenrollen mit namhaften Darstellern gespickt und diese liefern eine tadellose Leistung ab. Allen voran Russell Crowe, der seine Figur absolut heldenhaft rüberbringt und auch in den dramatischen Szenen gut wegkommt. Sehr gut verkörpert auch Joaquin Phoenix den miesen Bösewicht. Dabei lässt er den Größenwahn seiner Figur deutlich erkennen und kommt trotz seines etwas zu dick aufgetragenen Spiels glaubwürdig rüber. Die Nebenrollen sind passend besetzt von unter anderem Connie Nielsen, Richard Harris, Tomas Arana, Oliver Reed und selbst Ralf Moeller kommt hier noch gut weg.

Visuell wurde der Film grandios umgesetzt. Sowohl die Kleidungen und Rüstungen als auch die Kulissen sind schön anzusehen. Die Action kommt auch nicht zu kurz. Von der einleitenden großen Schlacht gegen die Germanen bis zu den auf verschiedene Art ausgetragenen Arenen-Kämpfe ist so einiges an Abwechslung geboten und optisch sowieso reizvoll an zu schauen. Hin und wieder übertreibt Ridley Scott ein wenig mit der Wackelkamera, aber dem Unterhaltungswert tut dies keinen Abbruch. Sehr gut fand ich auch die etwas träumerischen Sequenzen, wenn Maximus sich seinem Tode nährt. Sie passen auch gut im Kontrast zu den Actionszenen.

Die Musikuntermalung von Hans Zimmer ist ein Meisterwerk geworden. Sie sorgt an einigen Stellen für Gänsehaut pur. Auch die melancholischeren Szenen sind passend begleitet und lassen die richtige Atmosphäre aufkommen.

Fazit: Ridley Scott liefert hier mit Gladiator einen überragenden Blockbuster ab, der tolle Action mit traurigen Passagen gekonnt mixt.  Der Film bietet neben gut aufgelegten Darstellern, eine tolle Atmosphäre, zu der die geniale Filmmusik sehr viel beiträgt. Uneingeschränkte Empfehlung. 10/10


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