Mehrere Personen werden in ein Sanatorium eingeladen, in dem im Verborgenen der nach einem Unfall im Koma liegende Patrick behandelt wird und bald darauf kommt es unter den Anwesenden zu mysteriösen Todesfällen.
Die Italiener sahen anscheinend im australischen "Patrick" Potential für eine Neuaufbereitung und so drehte Mario Landi zwei Jahre nach dem eher thrillerartigen Film aus Down Under die italienische Variante des Stoffes.
Gleich zu Beginn sieht man wie Patrick mit seinem Papa wegen einer Autopanne am Straßenrand steht, es rauscht ein Wagen vorbei, eine Flasche wird aus dem Fenster geworfen und Patrick bekommt diese an den Detz, wodurch er fortan im Koma im Sanatorium seines Vaters liegt. In diesem Gebäudekomplex kommen fünf verschiedene Leute auf Grund der Einladung von Patricks Dad zusammen und bald darauf geht es mit den Morden unter den Gästen los, wobei sich der Kenner von "Patrick" und halbwegs mitdenkende Zuschauer bereits frühzeitig denken kann, wer hinter dem Ganzen steckt und warum das muntere Killen von Statten geht.
Das ist an und für sich eine gute Grundlage für einen kurzweiligen Splatterslasher, doch leider wird einem dieser durch langatmige Dialoge und uninteressante Zwischenhandlungen vermiest. Ganz besonders schlecht verhält es sich mit der Darstellung der geladenen Sanatoriumgäste. So erfährt man äußerst wenig über diese und vieles wird nur angerissen wie zum Beispiel eine Politikererpressung oder Alkoholprobleme. So bleiben sämtliche zukünftige Opfer charakterlos, was sich besonders nachteilig in den Szenen auswirkt, in denen versucht wird, interessante Interaktionen zwischen diesen aufzubauen. Auch die schauspielerischen Leistungen lassen sehr zu wünschen übrig und insgesamt ist man in den mordfreien Passagen des Filmes drauf und dran die Vorspultaste zu betätigen. Da können die zahlreichen Nacktszenen wenig Abhilfe schaffen.
Die Morde sind es dann, die dem Streifen den ein oder anderen Speicherplatz im Gedächtnis einnehmen lassen, denn es gibt ein paar derbe von Bluteffekten bestimmte Szenen. Ganz besonders effektvoll ist definitiv die vaginal ein- und oral ausgeführte Eisenstange und auch der Metallhaken im Hals, die Köpfung per Autofenster oder die Zerfleischung durch Hunde können sich sehen lassen.
Atmosphärisch hat der Film eigentlich auch Potential, denn die frequenzigen Sounds, die windartigen Geräusche und das Hundegejaule lassen eine stimmungsvolle Erwartungshaltung aufkommen, doch durch die belanglosen Figuren, Nebenhandlungen und unpassenden Ideen wie den hologrammartigen Augen vor den Morden wird viel von diesem Potential versemmelt.
Insgesamt ist "Patrick lebt" eine schleppende und billig heruntergekurbelte italienische Variante des australischen "Patrick", bei der lediglich die Bluteffekte für Aufsehen sorgen, zwischen denen sich Langeweile breit macht.