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Visitor Q (2001)
Eine Kritik von Kenji (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 21.03.2005, seitdem 451 Mal gelesen
Trauerspiel oder Komödie?
In "Visitor Q" geht es um eine völlig zerstörte Familie. Der Sohn schlägt und foltert seine Mutter, wird außerhalb von zu Hause aber von seinen Mitschülern terrorisiert und ist scheu gegenüber Mädchen. Die Mutter selbst ist durch ihre Depressionen und ihr verlorenes Selbstwertgefühl drogenabhängig geworden, die Tochter der Familie arbeitet als Prostituierte, und der Vater selbst filmt seine zerschlagene Familie und versucht dieses Material an einen Fernsehsender zu verkaufen.
Insgesamt ist es schwer diesen Film einzuordnen. Wenn man ihn als ein Drama ansieht, dann wird man zahlreiche grausame Szenen finden, sieht man es als eine Komödie an, dann wird man sich freuen bzw. darüber aufregen das sie so rabenschwarz ist.
Je nachdem wie man diesen Film einordnet, so interpretiert man ihn auch. Verdreht der Film bewusst die klassischen Familienverhältnisse, und verzerrt er die Realität so sehr, um den Zuschauer zu erheitern, oder ist er eine sehr krasse Satire mit einer Gewalt die es dem Zuschauer unmöglich macht wegzusehen? Muss wohl jeder für sich entscheiden, krass ist der Film so oder so.
Das einzige was besonders zu Beginn des Films stört ist, dass er tierisch langatmig ist. Teilweise langweilt man sich in den Szenen wirklich, doch ab der 2. Filmhälfte ändert sich dies zum Glück.
Wenn man starke Nerven hat (nicht bezogen auf Gewalt), dann sollte man sich diesen..überaus ungewöhnlichen... Film ruhig mal anschauen. Alle anderen werden diesen Film mit Sicherheit nicht durchstehen, denn von Muttermilch-Auspressen, über Vergewaltigung, bis hin zu Necrophilie ist alles dabei.
Aufgrund der teilweise wirklich üblen Längen geb ich dem Film aber nur 6 von 10 Punkten.
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