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Visitor Q (2001)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 12.11.2008, seitdem 632 Mal gelesen


Vater.
Mutter.
Tochter.
Sohn.
Eine typische japanische Familie.
Der Vater: ist Reporter von Beruf und dreht gerade eine Real-Life-Dokumentation über seinen Sohn und wie dieser jeden Tag von Schulschlägern verprügelt wird.
Der Sohn: lässt seine angestauten Aggressionen an der Mutter aus.
Die Mutter: duldet dies, drückt sich zum Ausgleich ein bisschen Heroin.
Die Tochter: hat dem Irrenhaus schon seit geraumer Zeit den Rücken gekehrt und ist Nutte geworden.
Ihr bester Kunde: ihr Vater. 


          „Have You Ever Done it with Your Dad?“

          „Have You Ever Been Hit on the Head?“

          „Have You Ever Hit Your Mom?“


                                                                    (Einblendungen, die den Film kapitelähnlich gliedern)

VISITOR Q – das sind die Probleme (nicht nur) der japanischen Gesellschaft auf eine einzelne Familie projiziert. Zwar sehr überzeichnet und grotesk dargestellt, aber den Wahnsinn der Gegenwart gut widerspiegelnd und im Hinterkopf behaltend, dass sich solcher Scheiß tatsächlich oder zumindest in ähnlicher Form in Familien abspielt, siehe Amstetten.
Takashi Miikes überspitzte Gesellschaftsstudie weist Züge seines typischen Weirdo-Humors auf, welche jedoch wegen dem vorherrschenden Maß an Authentizität, die durch den Dogma-ähnlichen Produktionsstil (Wackelkamera, kein künstliches Licht) entsteht, meist im Keim erstickt werden.
Fans des Regisseurs werden viele klassiche Elemente entdecken, (allerdings nix gar so Abgedrehtes wie Kuhmenschen, Zebra-Superhelden oder Joker-Schlitzgesichter), Unbescholtene, die bisweilen nicht mit Miike konfrontiert wurden, wird der Streifen gewiss an die Kotzgrenze jagen, was nicht allein auf die Kappe des überaus kruden Finales geht (…*hust*… Nekrophilie!).

Was man von diesem Film lernen kann:
- Japaner sind alle krank im Kopf
- Leichen werden nicht mehr feucht unten rum
- Das Blurren von Genitalien ist im Asiatischen Raum noch nicht aus der Mode gekommen
- Frauen jenseits der Wechseljahre können mit ihren Milchdrüsen immer noch locker einen Raum unter Wasser setzen


„You’re Dead and You Still Want to Fuck with Me. You Want to Shit on Me, Bitch!?“


Fazit:
Brutal heftige Gesellschafts- bzw. Familiengroteske, die auf alle Werte und Normen einen dampfenden Haufen setzt. It’s All in the Family!


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