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Battle Royale - Nur einer kann überleben (2000)

Eine Kritik von Anthropophagus (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 17.04.2007, seitdem 561 Mal gelesen


Ist es eigentlich nötig, einen an dieser Stelle bereits so häufig rezitierten Streifen wie „Battle Royale“ nochmals durch den Kritiker-Wolf zu drehen? Ich finde schon, denn Battle Royal kommt meiner Meinung nach viel zu gut weg, handelt es sich im großen und ganzen um einen zwar interessanten, aber dennoch leicht dämlichen Film. Dämlich ist da vor allem die Ausgangslage – das Battle Royale Gesetz, das in einer nahen Zukunft Japans ungezogene Schüler für Respektlosigkeit gegenüber Erwachsenen (Schule schwänzen und so) bestrafen soll. Und so wird in diesem Film eine kollektiv nicht zum Schulunterricht erscheinende Klasse per Klassenfahrt zum Survival-Schlachten auf eine einsame Insel geködert, wo nun alle gegeneinander kämpfen, denn nur einer darf überleben, sonst wird allen per Funkhalsband – ja genau, wie bei Wedlock - der Kopf gesprengt. Fast könnte man den Eindruck bekommen, dass diejenigen, die sich diese Albernheiten ausgedacht haben, besagtes Halsband selbst ausprobiert haben, um dann kopflos einen Film zu drehen… .Denn bitte schön, wo ist denn Sinn und Zweck dieses Spiels? Dabei ist der Ansatz durchaus interessant, kommt hier doch der Generationenkonflikt und damit auch der Konflikt von Tradition und Moderne im heutigen Japan zu tragen: Die Jugendlichen sind eine Bedrohung, die Erwachsenen wehren sich mittels beschriebenen Gesetzes. Aber Bedrohung durch Schuleschwänzen? Ein paar Gedanken mehr, ein paar mehr Worte zur Ausgangslage und eine liebevollere Einbettung der Handlung in einen besser erdachten Rahmen, hätten durchaus ein positiveres Ergebnis erzielen können. So bleibt aber nur eine dümmliche Story, die dazu dient, Survival-Action und einige Splatter-Effekte zu präsentieren. Wenigsten das hätte man ja halbwegs spannend inszenieren können, aber selbst dazu reicht es nicht, denn einen einheitlichen Plot oder eine Zeichnung verschiedener Charaktere sucht der Zuschauer hier vergeblich. Zudem geht mir persönlich das japanische Overacting extrem auf den Senkel. Hinzu kommt, dass unnötig auf die Tränendrüse gedrückt wird. Im Ergebnis wirkt der ganze Film viel zu lächerlich, um einen ernsten und guten Beitrag zu liefern. 4/10 Punkten.


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