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Braut des Prinzen, Die (1987)
Eine Kritik von Black_Revy (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 12.08.2011, seitdem 224 Mal gelesen
Fantastisch! Genauso muss ein Fantasyfilm sein! "As you wish" kann ich nur sagen. Ich hatte wirklich völlig "neutrale" Erwartungen an diesem Film, da mir dieser Fantasystreifen vorher gar nicht geläufig war und ich ihn nur vom Cover her kannte. Es ist ziemlich schwer zu beschreiben wieso gerade dieser Fantasystreifen so eine besondere Aura hat. Er unterscheidet sich einfach total von den anderen Fantasyfilmen, was besonders an den traumhaft süßen Charakteren liegt. Auch die Story ist wunderbar in Szene gesetzt, ich persönlich liebe ja solche "Geschichten in einer Geschichte" Filme, da sie immer einen besonderen Charme versprühen. Hier geht es um einen Großvater (Gott hab ihn selig - Peter Falk), der seinem Enkel (Fred Savage aus der grandiosen Serie "Wunderbare Jahre"), der leicht erkrankt ist, eine Geschichte vorliest, die schon sein Vater ihm vorgelesen hat. Wir bekommen nun Alles zu sehen, was der sympathische Großvater vorliest. Wir landen in einer mittelalterlichen Welt, wo sich die hübsche Buttercup (was für ein herrlicher Name) in den noch viel hübscheren Stallburschen Westley verliebt. Allerdings soll er erst sein persönliches Glück finden, bevor sie ihn heiraten möchte, also begibt er sich auf hoher See wo er aber schon bald von Piraten erwischt wird. Als Buttercup vom Tod ihres Geliebten erfährt, beschließt sie, nie wieder zu lieben. 5 Jahre später soll sie den schleimigen und hinterhältigen Prinzen Humperdinck heiraten. Doch plötzlich wird Buttercup von 3 komischen Gestalten entführt und dann gibt es da noch einen mysteriösen maskierten Mann, der die Verfolgung zu den Entführern aufnimmt. Danach passieren noch viele interessante Sachen, die natürlich zum größten Teil vorhersehbar sind. Dennoch versprüht der Film eine geheimnisvolle Aura, solch einen Stil habe ich wirklich in noch keinem anderen Fantasyfilm gesehen. Der Film ist zwar an manchen kleinen Stellen etwas ZU witzig, aber ohne diesem sympathischen Humor, wäre "Die Braut des Prinzen" ein völlig herkömmlicher Film. Besonders die Schauspieler liefern hier eine grandiose Leistung ab. Absolut jeder überzeugt in seiner Rolle und spielt seine Figur sehr überzeugend und detailliert. Ich habe leider das Buch nie gelesen, deswegen kann ich keinerlei Vergleiche ziehen, doch als reinen Film betrachtet ist "Die Braut des Prinzen" ein absoluter Volltreffer. Unser Hauptcharakter, Cary Elwes (Saw, Robin Hood - Helden in Strumpfhosen), ist ein riesengroßer Sympathiebolzen mit viel Charme, Witz und positiver Ausstrahlung. Natürlich geht so ein Film nicht ohne Kitsch, aber der Kitsch in diesem Film ist irgendwie ein ziemlich eigenartiger. Die kitschigen Szenen wirken hier lange nicht so kitschig, wie man es aus diversen anderen "Prinzessin findet ihren wahren Prinzen" kennt. In einer kleinen Nebenrolle gibt es dann noch Billy Crystal zu bestaunen, als schrulligen Miracle Max. Ich habe ihn zunächst nicht erkennt und war doch recht erstaunt, als beim wunderbaren Abspann sein Name eingeblendet wurde. Ja, der Abspann ist wirklich toll, nicht nur, dass das Lied "Storybook Love" ein traumhafter Song ist, der dieses wunderbare Märchen perfekt ausklinken lässt, nein wir sehen auch noch, welcher Schauspieler welche Rolle gespielt hat.
"Die Braut des Prinzen" ist ein fast perfekter Fantasyfilm, voll verrückter Ideen und tollen Figuren. Die abwechslungsreiche Handlung unterhält auf höchstem Niveau und auch der Humor, welcher vielleicht an manchen kurzen Stellen etwas ungeschickt eingefädelt wurde, ist meistens perfekt in Szene gesetzt und wirkt nie wie ein plumper Klamauk. Außerdem ist für Fantasyfans eigentlich Alles dabei was man braucht, auch wenn der Film fast genauso viel Fantasy-Elemente hat wie "Der Tag des Falken". Hier bekommen wir einen grandiosen Fechter, einen sympathischen Riesen, einen ekelhaften Prinzen und einen nutzlosen Albino zu sehen. Was will man mehr?
Fazit : Schande über mich, dass ich diesen Film noch nie zuvor gesehen habe. Ich habe mich total in den Film verliebt und der Zauber, den dieser Streifen versprüht, wirkt sogar noch jetzt auf mich. Ein grandioser und vor allem einzigartiger Fantasyfilm, vielleicht sogar der beste Fantasyfilm der 80er Jahre.
9/10
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