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Haus der 1000 Leichen (2003)
Eine Kritik von sid.vicious (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 07.12.2011, seitdem 105 Mal gelesen
Mary, Jerry, Denise und Bill reisen durch das Land und machen Halt in Captain Spauldings Museum of Monsters and Madmen. Dort besuchen sie die Geisterbahn in denen ihnen Ed Geen, Albert Fish und Doktor Satan präsentiert werden. Da Doktor Satan angeblich in der Nähe des Museums getötet wurde, macht man sich auf um diesen Platz zu suchen. Auf der Fahrt dorthin nimmt man eine Anhalterin mit. Der Anfang des Endes.
Rob Zombie, dessen Musik eher in Szenekreisen für Furore und Bekanntheit sorgte, konnte mit seinem Debütfilm für wesentlich mehr Aufsehen und die Steigerung seiner Bekanntheit sorgen. Dazu bediente sich Robert Bartleh Cummings auch eines recht schrägem Strickmusters, dass seine Maschen von Psychopaten und einigen Special Effekts spannen ließ. Ein Film der unter dem Strich entweder geliebt oder gehasst wird. Nun gut, außerhalb dieser Norm und nicht allein den Strömen zum Trotz, bewegt sich mein Gesamturteil im mittleren Bereich.
„Haus der 1000 Leichen“ kann als ein überdimensionaler Comicstrip, entstanden aus den Nachviren des Wilden Westens gesehen werden. Der Film kann allerdings auch als totaler Müll oder Kult fungieren. Entscheidend sind die Aufnahme, sprich die Analisierung der Zuschauersynapsen. Wie fasst man das Gesehene auf, was sagt es, will es überhaupt was aussagen? Letzteres wird zum entscheidenden Bestandteil, denn Rob Zombies Film will gar nichts aussagen. Zombies Film ist als Unterhaltung zu sehen, die nicht überbewertet werden darf. Auch wenn es zum Ende einige eher merkwürdige Abläufe gibt, so ist es eher abzuraten sich darüber Gedanken zu machen. Fakt ist nämlich, dass Rob Zombie generell sehr straight vorgeht. Er legt zum einen das Augenmerk auf eine dreckige Atmosphäre, die beweist das Tobe Hoopers TCM immer wieder als Leitfaden gesehen werden kann. Zum anderen formt Zombie Charaktere, die schlichtweg allesamt vollkommen neben der Spur sind. Dieses ist jedoch so weit ausgeprägt und überspitzt, dass sich diese einen gewissen Kultstatus erspielen. Otis, Baby und Captain Spaulding sind die Antihelden innerhalb einer vollkommen schrägen Welt. Der Zuschauer sieht sie als seinen Bezugspunkt. Keines der Opfer gewinnt die Sympathien des Publikums. Einzig der/ die Psychopath/en ist/ sind es, der/die das Publikum entweder zum Lachen oder zum Abwinken bringt/en. Die Handlung überbewerten und vielleicht nach moralischen Gründen zu fragen gilt hier nun wirklich nicht. Zombies Film will nicht zum Denken anregen. Zombies Film will auffallen und unterhalten und dieses gelingt auch.
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