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Superman Returns (2006)

Eine Kritik von Thought Industry (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 18.08.2006, seitdem 298 Mal gelesen


Nach knapp zehnjähriger Entwicklungszeit und immensen Kosten ist nun also der neue Superman auf die Leinwand zurückgekehrt. Doch trotz des Comicverfilmungsexperten Bryan Singer (X-Men) am Regiestuhl und Kevin Spacey (Se7en) als Bösewicht Lex Luthor, ging dieser kalkulierte Sommerblockbuster gründlich daneben.

Die Geschichte selbst ist schnell nacherzählt. Superman kehrt nach fünf Jahren Abstinenz wieder auf die Erde zurück, verhindert kleine wie große Katastrophen und vereitelt schlussendlich auch noch Lex Luthors schurkischen Plan, dem Milliarden Menschen zum Opfer gefallen wären.

Wie man an anhand der Inhaltsangabe sehen kann, ein Plot den man locker in 90 Minuten verarbeiten könnte. Jedoch bringt es Superman Returns auf 154 Minuten Spieldauer, was viel Platz für Langeweile lässt. Das größte Problem des Films ist das Fehlen einer richtigen Handlung. Es dauert über eine Stunde bevor man von Luthors Plan erfährt, und davor passiert storytechnisch so gut wie nichts. Überhaupt hat man den ganzen Film lang ständig das Gefühl es wurde ohne Drehbuch gedreht, da sich die Handlung ständig verläuft und es nie schafft auf den Punkt zu kommen.

Am schlimmsten sind jedoch die vielen Logikfehler, an denen man erkennt wie lieblos und unüberlegt Superman Returns runtergekurbelt wurde. So kommen sowohl Clark Kent als auch Superman nach fünfjähriger Abwesenheit am gleichen Tag wieder zurück, und niemanden kommt das verdächtig vor. Clark spaziert einfach wieder zu seiner alten Arbeitsstelle und bekommt den selben Job wieder, als hätten sie die fünf Jahre nur auf ihn gewartet. Superman verliert seine Kräfte in Gegenwart von Kryptonit je nach Bedarf, einmal reicht eine Sekunde um ihn niederzustrecken, dann hält er aber auch mal einige Minuten neben dem Zeug aus. Am besten jedoch die Szene mit dem Flugzeugabsturz , wo die Passagiere wild durch die Kabine fliegen und auch so einiges aus dem Flugzeug gesogen wurde, doch nach der Landung sitzen alle ohne einen Kratzer wieder brav auf ihren Sitzen!!!!

Schauspielerisch überzeugt gerade mal Kevin Spacey als Bösewicht, während Brandon Routh (Gilmore Girls, MTV`s Undressed......erklärt so einiges) als Superman und Kate Bosworth (Blue Crush) als Lois Lane selten farblos bleiben.
Störend kommt noch hinzu das der Film auch permanent versucht witzig zu sein, wodurch beinahe jeder Charakter zu einem Comic Relief wird. Das wird teilweise so albern , dass man das  Gefühl hat in einer Komödie zu sitzen.

Superman Returns ist mit Sicherheit DIE Enttäuschung dieses Sommers. Jeder Kinogägnger der auch nur ein wenig über das nachdenkt, was er da auf der Leinwand sieht, wird aus dem kopfschütteln nicht mehr hinaus kommen und dem rausgeworfenen Geld nachtrauern.


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