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Superman Returns (2006)

Eine Kritik von Nightwing
eingetragen am 20.08.2006, seitdem 262 Mal gelesen


Vorsicht: Ein SPOILER ist eventuell doch vorhanden!

Endlich war es so weit: Der berühmteste Superheld der Welt fand nun nach 20 Jahren Leinwandabwesenheit seinen erneuten Weg in die Lichtspielhäuser!

Eines schon mal vorweg: Ohne die ersten beiden Filme gesehen zu haben wird man in dem Film nur wenig verstehen!

Nun zum Film:
Nachdem der Film eins zu eins so genial startete wie einst das erste Filmchen von 1978 wurden meine Augen ganz groß und man freute sich wie ein kleines Kind auf ein Wiedersehen mit dem Stählernen. Gut, kommt die teilweise unnötig in die Länge gezogene Einführung noch recht holpernt daher. Aber als der erste Flugzeugabsturz von Supi (in Comicfachkreisen sein Spitzname) verhindert wird freut man sich genauso wie gewisse Zuschauer in einem Baseballstadion. Und man glaubt es kaum, Brandon Routh, der neue Superman, meistert seine Rolle ganz gut, auch wenn er immer im Schatten von dem mehr als genialen Christopher Reeve stehen wird. Und das weiß er auch. Doch auch danach geht es holpernt weiter. Die Liebesgeschichte erstreckt sich fast über die gesamten 150 Min. Spielzeit und nervt nach einiger Zeit nur, da es irgendwie durch weg das selbe ist und irgendwie nie zum Zuge kommt. Außerdem fehlt irgendwas: Der Charme des Originals. Nein, nicht wegen der Effekte, könnte mir sogar vorstellen dass die locker nächstes Jahr nen Oscar abräumen könnten, sondern wegen dem fehlendem Humor und der fehlenden Portion Selbstironie die der alte Streifen versprühte. Wäre da nicht der wirklich geniale Kevin Spacey als Lex Luthor würde nur wenig Humor vorhanden sein. Unerwähnt könnte man eigentlich die neue Lois Lane-Darstellerin lassen. Zu Recht hab ich bereits wieder den Namen vergessen, spielt sie doch noch nicht mal ansatzweise die typische Lois: In den Comics und den alten Filmen ist sie hart, zynisch und ziemlich unberechenbar wenn es um eine gute Story geht. Doch davon gibt es hier keine Spur. Dann lieber wieder Margot Kidder oder Teri Hatcher.
Regisseur Brian Singer hat zwar mit viel Liebe zum Detail an den Bildern gearbeitet, hat aber irgendwie den typischen Superman aus den Augen verloren: Singers Superman ist verletzlich, teilweise schon zu menschlich, und er ist... das schlimmste... kein Stück selbstironisch. Singer vergisst sogar teilweise, dass Superman auch noch ein anderes Ego hat, nämlich Clark Kent. Der kommt kaum zum Zuge. Stattdessen wird Supi zum Voyeur und beobachtet Lois heimlich beim Essen zubereiten und schmollt tieftraurig vor sich her. Doch der Knaller kommt, als man herausfindet (SPOILER) dass Superman ein Kind hat. Gehts noch? Was bitte soll das denn werden? Das geht nun wirklich gar nicht! Da kann Superman auch gleich seinen Super-Hund bekommen und mit dem durch die Lüfte schwingen! Das war eine der miesesten Ideen, die ich je gesehen habe! Da wünschte man sich Superman wäre von Gurnd aus Zeugungsunfähig - so hart es auch klingen mag! Aber das geht nun wirklich gar nicht!
Man merkt wirklich nur teilweise, dass Singer ein Fan der alten Filme ist. Da hatte man sich doch ein wenig zu viel versprochen. Für einen Fan eine ziemliche Enttäuschung.

Fazit: Mega-Theatralisch, Vorlagen-Untreu...! Hauptsache die Bilder sind schön und zeigen wenigstens da ein wenig die Comics! Lex Luthor, Musik, teilweise Details, Effekte und Bilder huiii! Superman ok! Und Lois Lane, Story, sowie die tollen "Wendungen" pfuiii!


4 von 10 Punkten


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