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Superman Returns (2006)

Eine Kritik von Film-Meister (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 15.12.2006, seitdem 428 Mal gelesen


Was hat Bryan Singer denn da bitte geritten? Wir wissen seit den beiden X-Men Teilen, dass er es auf jeden Fall kann, aber ähnlich wie Jackson mit King Kong schleudert er hier ein Riesen Budget praktisch ins Weltall hinaus. Superman ist schneller als das Licht, unverwundbar (scheinbar sein Anzug auch...?), kann Wolkenkratzer stemmen, hat den Röntgenblick und was weiß ich nicht noch alles. Also physisch top....aber psychisch flop. So super stark wie er körperlich ist, so dumm, blöd und naiv ist er in persönlicher Angelegenheit. Mal bedacht, dass der Film NACH den anderen spielt, sind die Schauspiler von Clark und Louis viel zu jung gemacht/gewählt. Lex Luthor bringt zwar wenigstens ein bisschen Zynismus und schwarzen Humor mit, seine Auftritte sind aber fast ebenso peinlich wie seine um ihn versammelte Schergen, von denen einer dümmer ist als der andere. Die Effekte, in denen Superman NICHT auftaucht sind soweit gelungen, aber jede Szene mit ihm ist für die heutigen tricktechnischen Möglichkeiten teilweise ein Desaster, er und seine Fliegerei sehen derart unnatürlich aus, dass es kaum eine Verbesserung zu den alten Teilen gibt, die ich selbst bisher nur sporadisch mal gesehen habe bzw. mich kaum dran erinnern kann.
Menschlich wie gesagt ist er ungefähr auf Soap Niveau. Clark ist verwundert, das Lois nun eine eigene kleine Familie hat. Ihr Sohn soll zwar von ihrem Freund sein (Marsden, Cyclops von X-Men), aber spätestens als der kleine Bengel auf dem Schiff den Peiniger seiner Mutter mit einem KLAVIER erschlägt ist klar, der ist doch von Super M.(kann sich einer wirklich vorstellen, wie das vor sich ging?...ich meine Super M. beim....lassen wir das*g). Der Witz an der Szene ist, es wird einfach zu hingenommen. Kein, Mama, warum war mir das möglich, lass uns drüber reden.
Die Effekte erinnern teilweise stark an Day after tomorrow, und die sind auch ganz nett anzuschauen.
Die Laufzeit ist das nächste große Problem. 2 Std 20 Minuten in denen so gut wie gar nix passiert, die erste halbe Stunde und die letzten 20 Minuten hätte man sich eigentlich ganz schenken können bzw. mit anderen "Inhalt" füllen können. Es gibt kaum irgendwelche fertigen Erklärungen, viele Szenen werden einfach nur aneinandergereiht, und insgesamt ist der Film zu einfach gestrickt. Auserdem gibts auch hier das Problem der Vorhersehbarkeit, was mit der Naivität des Charakters von Super M. zu tun hat. Es musste ja nicht unbedigt das Actionfeuerwerk en masse werden, aber verglichen mit den Erwartungen, die sicherlich nicht nur ich hatte, ist das ganze hier ein Witz. Gehört definitiv u. a. mit King Kong und Miami Vice zu den größten Blockbusterflops der letzten Jahre. Gerettet hätte ihn vielleicht wie bei X-Men, Spider-man oder Terminator 3 die nötige Prise Ironie und Eigenhumor um sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, weil er letzteres nämlich tut, wirkt er albern und gestellt. Auf die ganzen Logikfehler möchte ich nicht mehr eingehen, die hat Kollege Puuka sehr gut aufgelistet.
Bryan hätte lieber bei seinen Mutanten bleiben sollen....2/10.


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