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Superman Returns (2006)

Eine Kritik von alpha&omega (Bewertung des Films: 1/10)
eingetragen am 28.01.2007, seitdem 789 Mal gelesen


Und hier mal wieder eine Comicverfilmung, welche sich auf dem innovativsten Niveau zu präsentieren weiß:

„Superman Returns“

Der wohl klassischste aller Superhelden ist nach langjähriger Abwesenheit, wieder auf der Leinwand zu bewundern. Sein fesches Kostüm, schlicht in blau und rot gehalten, welches durch das signalrote Cape und dem Schlangenförmigen „S-Emblem“ auf dem Brustkorb, zu faszinieren weiß!

Die Zeiten sind hart, denn Superman kann sich nach langjähriger Leinwandpräsens wohl nicht auf seinen Heldentaten ausruhen...Nein, nein! Er muss wieder für Recht und Ordnung auf dem Planeten Erde sorgen...Halt wie immer.

Zur Story:

Superman, der sich 5 Jahre lang von seinem irdischen Mann aus Stahl Image verabschiedet hatte, um seinem Heimatplaneten einen Besuchen abzustatten, kommt enttäuscht zurück auf seinen neuen alten Heimatplaneten Erde! Die Tatsache das er der einzig Überlebende seiner Spezies ist, lässt ihn eine melancholische Selbstfindungsphase versinken, die dadurch forciert wird, dass Lois Lane, seine Zuckerschnecke, verlobt ist mit einem Neffen des Chefredakteurs des Daily Planet und das sie den Pulitzer Preis für den Artikel „Warum die Welt Superman nicht braucht“, gewonnen hat.
Harte Kost für unseren harten Helden, dem Maschinengewehrkugeln nichts ausmachen und der Flugzeuge mit dem kleinen Finger vor dem sicheren Absturz aufhalten kann!
Superman bleibt aber nicht viel Zeit die selbstreflektierte beleidigte Leberwurst zu spielen, denn der Schurke Lex Luthor hat einen ganz perfiden Plan geschmiedet, um die Weltherrschaft an sich zu reißen, so dass auch ein krasser Superheld wie unser Superman, ihm nichts anhaben kann! Luthor will einen neuen Kontinent erschaffen, der die USA von der irdischen Oberfläche verdrängt...
Die alles entscheidenden Fragen sind somit:
1. Kann Superman wieder seinen verblasstes Heldenimage aufpolieren?
2. Wird es ihm gelingen den bösen Lexi so richtig die Leviten zu lesen?
Und schlussendlich drittens: Ist Lois Sohn auch etwa seiner???

Das ist ganz schön viel arbeit und das obwohl unser Held sich doch schon fast im Ruhestand wähnte! Die Laufzeit von 154 ganz und gar langweiligen Minuten die keine Offenbarung in Hinsicht von unvorhersehbaren Twists machen, gehen dem Zuschauer richtig auf den Keks! Effektlawinen rollen auf einen Nieder, doch der Plot ist durchschaubar ohne Ende!
Bei einer Comicverfilmung muss man nicht mal logische Zusammenhänge voraussetzen, ganz im Gegenteil, unlogische Sequenzen peppen in einem gewissen Rahmen die oftmals banale Handlung ein wenig auf. Verwerflich ist jedoch der Versuch unlogisches logisch erscheinen zu lassen, mit dem Effekt dass der Zuschauer sich denkt: „Gewollt und nicht gekonnt“!
Langweilig ist zudem auch, dass Singer sich zu stark an die ausgelutschten Vorgänger hält. Nicht nur optisch hätte Superman ein kleines update gebrauchen können, sondern auch inhaltlich hätte Singer ein wenig mehr Ehrgeiz darauf verwenden können unserem Helden nicht alles so einfach zu machen!
Ein Traditionsbruch hätte hier sicherlich wahre Wunder bewirkt.

Schauspieltechnisch ist Brandon Routh akzeptabel. Er hat nicht nur optisch Ähnlichkeiten mit Reeve, sondern auch am schauspielerischen Deutungsmuster der Superman-Rolle, hat er sich an zweitgenanntem stark orientiert. Dies ist jedoch nicht Routh vorzuwerfen, sondern Singer der ihm wahrscheinlich die Rolle so aufoktroyiert hat. Oscarpreisträger Kevin Spacey macht seine Aufgabe als Bösewicht Lex ganz gut. Er verkörpert die Comichaftigkeit in „Superman Returns“ noch am Besten!

Was wohl immer im Zentrum der geneigten Zuschauerbetrachtungen bei den Superman Filmen stand, waren die Effekte! Auch „Superman Returns“ kann Effekttechnisch überzeugen! Ein wahres Feuerwerk wird hier an CGI-lastigen Bildern präsentiert, die jedoch für ein Budget von ca. 260 Mio. Dollar nicht ganz überzeugen können!

Fazit:

Superman soll in Rente gehen, oder mal ein kleines Update bekommen! In Singers „Superman Returns“ war definitiv Kryptonid im Spiel und so sollte man die Finger von diesem schwächelnden und an Superheldendemenz leidenden Film lassen!

1,5 Punkte... und ich Schau jetzt ne Folge „Supermaus“!


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