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Superman Returns (2006)

Eine Kritik von Tito (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 16.02.2007, seitdem 264 Mal gelesen


Nach langen fünf lange Jahren erscheint Superman wieder auf der Erde. Er war auf der Suche nach seiner Heimat und fand... NIX! Wieder auf der Erde muss er nun sein Leben wieder aufnehmen... als Clark Kent und natürlich auch als Superman. Seine Mutter freut sich, dass ihr Ziehsohn wieder da ist, doch Clark muss erkennen, dass die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat. Vorallem was Lois Lane angeht, denn die ist inzwischen Mutter. Auch Lex Luther ist wieder auf freim Fuß und plant eine neue Welteroberung. Und dann sind noch da die Menschen, die er einst in Stich gelassen hat. Die fragen sich, braucht die Welt Superman?

Und das könnte sich auch das Publikum fragen... war dieser Film nötig? Das einzige Wort, das mir einfällt, ist ENTÄUSCHUNG. Warum also schneidet der Film dennoch gut ab?

Klar ist, das in Zeiten von Spider-Man 3, Hulk, Elektra, Daredevil, X-Men 3, Batman Begins, u.s.w. der Elite-Superheld, der Godfather of Superheros, nicht fehlen darf. Doch
Bryan Singer schafft es, dem Film jede Spannung zu rauben... die einzige Spannung ist die: "wann geht es denn endlich mal wieter". Die Charaktere wirken leer und matt, d.h. sie sind wie unbeschriebene Blätter. Zwar haben sie eine Vergangenheit, doch es scheint, als ob sie "NEU-ERFUNDEN" werden! Genauso wirkt die Geschichte. Zu viel Entfaltungs-Freiraum. Die erste Action kommt glaub ich erst so nach über 1 Stunde. Doch in der Zwischenzeit (bzw. davor) spielt sich nur Routine ab. Es gibt keine Überraschungen, alles verläuft so, wie man es vorausahnt. Nicht falsch verstehen... die Effekte und Sequenzen sind gut gemacht und die Darsteller sind exzellent. So punktet der Film auch. Zu den optischen Highlights gehört die Flugzeugszene und Supermans "Flüge", zu den schauspielerischen Talenten die Beziehung zwischen Lois und Clark, der Hass Luthers und Supermans Beziehung zu allen anderen Menschen (Gerettete, Mutter...). Kurz, Brandon Routh hat viel unentdecktes Potential und kann sich bestimmt noch zum Star mausern. Kevin Spacey zeigt wieder seine unendlichen Facetten und warum er zu den besten Schauspielern unserer Zeit zählt. Da wirken Kate Bosworth, James Marsden und Parker Posey eher zurückhaltend (vielleicht dachten sie, sie machen eine Kinder-Comic-Verfilmung und nicht einen Familienfilm).

Bleiben wir auch noch kurz kritisch... wieso sieht Supermans Kostüm plötzlich so "Y.M.C.A." aus (ich meine, was soll dieser Rasterlook ala Taucheranzug und dieses Stoff >S< auf der Brust). Auch das Cape wirkt auf mich eher wie Gummi. Und wieso flattert es auch in den tiefen Leeren das Alls?

Na ja, dank Kevin Spacey, Brandon Routh und den tollen Effekten hat man eine solide Unterhaltung... leider fehlt es an mehr Geschichte, Tiefgang und Action (nächstes mal bissel mutiger Mr. Singer). Wir wollen Superman sehen, uns aber nicht an der Liebesgeschichte von Lois und Clark erhängen und mehr Heldentaten erblicken.


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