|
 |

Ansicht eines Reviews
Superman Returns (2006)
Eine Kritik von DasGrendel (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 07.04.2007, seitdem 279 Mal gelesen
Hai Leute!
Ich konnte mich nicht durchringen Superman im Kino zu sehen, und ganz ehrlich,
ich bin froh es nicht getan zu haben.
DVDs sind eine tolle Sache, man kann sie ausleihen, man kann rumspulen, man
kann überspringen und man kann alle möglichen witzigen Sprachkombinationen
ausprobieren. Jaja, wunderbare neue Welt der Selbstbeschäftigung, falls ein
anderes Medium versagt. Und das hat es hier auf ganzer Linie.
Gut, ein weiterer Grund, warum ich schon vorab nicht sonderlich begeistert war,
ist meine Antipathie gegenüber Superman. Ich meine, wo ist die Spannung bei
einem Superhelden den aber auch wirklich GAR NICHTS ausser einer ominösen
Substanz von seinem Heimatplaneten töten kann? Stimmt... es kommt keine auf. Da
kann ich mir auch klein Alfons und seinen Kampf mit den drei Ameisen im
heimischen Kindergarten um die Ecke anschauen.
Story? Ähm... nichts neues. Superman ist da, Superman sieht, Superman hat
Problem, Superman löst das Problem. Und ganz im Gegensatz zu dem netten
Werbesatz zu dieser Art Beschreibung, nämlich das Kino lesen langweilig ist,
ist es in diesem Fall auch das Konsumieren eben dieses Machwerkes.
alpha&omega hat die Story schon prinzipiell gut zusammen gefasst, da kann
ich gar nichts mehr zu sagen, will es auch ehrlich gesagt nicht.
Fangen wir mit der Besetzung an. Da kann ich wirklich nicht mäkeln, denn so
gesehen passen sie alle gut rein. Spacey als Luthor ist natürlich
rausgeschmissenes Talent, aber ok. Für nen B- oder C- Movie reicht die
Besetzung schon.
Die Effekte... ähm, da sind 260 Millionen drin versunken? Also man hat mal
Waterworld als Debakel bezeichnet, dann weiß ich echt nicht, wie man Superman
nennen soll. Den Super-Gau extreme reloaded? Also gut sehen sie ja aus, die
Effekte, aber leider ist die Herkunft, nämlich der PC, immer deutlich zu
sehen. Die Umsetzung der Fähigkeiten von Superman ist schon sehr gut,
aber mir wäre eine zwei Stunden Variante von der Serie Smallville um Lichtjahre
lieber gewesen. Das Traurige ist, das leider wirklich versucht wird, die Storylücken
durch die Effekte zu füllen, und das tun sie einfach nicht. Dann spiele ich
lieber Fear am PC, da kann ich wenigstens noch was tun.
Kommen wir zur Bewertung der Story... und so schlecht kann ich gar nicht
schreiben wir mir ist, wenn ich daran zurück denke. Ich kombiniere diesen Teil
auch gleich mit der Logik, und da schaltet sich mein bewusstes Denken fast
schon aus. Sonst würde ich mir ein Ticket kaufen und die gesamte Belegschaft
mit einem Logiktotschläger erschlagen... ich meine in Low-Budget Verfilmungen
oder Uwe Boll Filmen würde ich ja so einen Käse verschmerzen können, aber was
mir da geboten wurde, hat mich dazu veranlasst den Film nur zu Ende laufen zu
lassen. Mal abgesehen von der Vorhersehbarkeit oder der totalitären Langeweile
die meinen Geist befallen hatte. Also erst einmal, habe ich ganz interessante
Diebe erleben dürfen, die stehen mit einem Heli auf dem Dach und haben eine
Lafette mit einer 20 mm Vulcan Kanone, mit der sie auf die Polizisten ballern.
Ja... ähm... also bei Predator habe ich es verschmerzen können, dass da einer mit
einer Minigun herumrennt, die ist ja auch schnell leer. Totaler Schwachsinn, da
lohnt es sich nicht einmal weiter drüber zu schreiben. Dann Lex Luthor mit
einem MASTERPLAN, der hat DEN Plan. Der Plan ist soooo toll, da hätte ich auch
nicht länger als eine kurze Sitzung auf dem Klo verbringen müssen und auch
beenden können um den Plan mir auszudenken und dann schnurstracks, wie das auf
dem Klo so ist, es die Toilette hinunterspülen können.
SPOILER: Also der nimmt
Kristalle von Supermans Antarktis Cave (ist mir egal ob das nun Süd- oder
Nordpol war... spielt echt keine Rolle), die sind außerirdisch und deswegen
setzen sie mal gerade die Physik außer Kraft, von wegen Masseerhaltung. Denn
der Tolle Plan besagt, er will einen neuen Kontinent neben Amerika bauen,
dieser verdrängt dann soviel Wasser, dass Amerika darunter fast verschwindet
und weil er noch Kryptonit in den Kristall hinein gearbeitet hat, besteht der
ganze dann wachsende Kontinent auch zum Teil daraus. ALLES KLAR? Nein? Kein
Problem, mir war es auch nicht klar. Denn einmal entstehen die neuen
Kristallformationen aus Wasser, also gibt es keine Verdrängung, denn der
Kontinent verbindet sich mit diesem. Von wegen Masseerhaltung. Und das sich das
Kryptonit vervielfältigt alleine mit dem Wasser und dem Kristall zusammen... also
bei Star Trek war ja wenigstens der Replikator dafür da, und der wurde von
einem riesigen Reaktor mit angetrieben. Aber egal... echt, wirklich, total egal.
Wenn wenigstens die Action stimmen würde. Aber bis auf ein kurzes Intermezzo
mit diesen Dieben und einer Prügelei mit den Schergen des Luthorianers kommt da
nichts. Und das dieser dilettantische Haufen die Welt bedrohen soll, naja... das
erinnert mich an die Machenschaften des Pinguin in der alten Batman Serie mit
Adam West. Traurig. Den Lex will man lieber die ganze Zeit zu Kaffee und Kuchen
einladen, als dass man ihm den Bösewicht wirklich abnimmt. Ich will ja jetzt
nicht noch erzählen wie Superman diesen Superkontinent, der allen Regeln der
Kunst des spannenden Abenteuerfilmes entspricht, loswird... aber eines muss ich
noch erwähnen. Das Ding ist aus Kryptonit. Mehr sage ich dazu nicht mehr. Der
Rest total vorausschaubar.
Also bei Comicverfilmungen schaue ich nicht wirklich auf die
Logik... aber wenn sie so dermaßen ignoriert wird, dann fühle ich mich gestört
und selbst mein animalisches Actiongehirn, welches ja nicht angesprochen wurde,
kreischte vor Schmerzen auf. Ich kann
mit Spinnenmännern leben, ich kann mit Milliardären leben deren einziger Zeitvertreib
scheinbar der Job als Polizist ist, ich kann sogar mit Mutanten leben die alle
ganz andere Mutationen haben, aber mit Superman, so einer flachen Story und
dann noch nicht mal ein grandioses Actionfeuerwerk... nee, damit kann und muss
ich nicht leben. Da waren die alten Supermanfilme um Längen besser. Alleine der
mit den Verbrechern von Krypton... das waren immerhin Gegner.
Als Comicverfilmung total langweilig, keine Innovation und
wahrlich keine Offenbarung... eher ein Offenbarungseid der Nichtskönner was das
Script angeht. (2/10)
Als Effektspektakel auch kein Reißer. Passiert einfach zu
wenig und wirkliches Eyecandy, wie man so schön sagt, gibt es nicht. (2/10)
Story war... mau... maumaumau. (1/10)
Nur für Fans geeignet, oder Leute, die ihren Verstand bei
einem Film komplett abschalten können. (2+2+1)/3 = 1,667 ~ 2
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von DasGrendel
Zurück
 |
 |
|