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Teufel tanzt weiter, Der (1980)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 01.11.2004, seitdem 601 Mal gelesen


Ein Mann wird verletzt in eine Klinik eingeliefert, die Polizei erfährt von ihm eine unglaubliche Geschichte von einem Big Foot, der in den Wäldern seine Kommilitonen brutal getötet haben soll. Bei deren Exkursion waren sie auf den Spuren rätselhafter Morde und gerieten an einen mürrischen Einsiedler sowie eine abgeschottet lebende Verrückte, die mehr zu dem Ungetüm wissen soll. Die Gruppe von Studenten mit ihrem Professor bietet keinerlei Identifikationsmoment, im Grunde benehmen sie sich dermaßen rücksichtslos gegenüber den Einheimischen, dass es, gemäß den Gesetzen des Horror-Genres nur eine Lösung geben kann und zwar: ein paar möglichst schicke und blutige Morde. Ein abgerissener Penis, eine Ausweidung oder ein verbranntes Gesicht klingen herber, als dann doch dargestellt ist. Die Umsetzungen sind schlicht und können nicht wirklich schockieren, besonders stolz war man anscheinend auf kopfüber hängende Opfer, an denen das Blut herunterläuft. Alleine schon das Monster, das wie eine Kreuzung aus Wolf Man und Chewbacca aussieht, vertreibt jeden Anflug von Schrecken. Dafür bietet es allerhand Anlass für Schadenfreude angesichts der billigen Präsentation. Da fügt sich die deutsche Synchro, wie Versatzstücke aus SAT 1-Schmuddeldreck perfekt ein, um auch den letzten Hauch von Atmosphäre zu killen. Statt dessen belangloses Geleier, so weit das Ohr reicht, um nicht Muskelkater im Zwerchfell zu bekommen, werden immer wieder Rückblenden zu den früheren Besuchern dieses gefährlichen Landstrichs unternommen. Das kann wenigstens noch für etwas Abwechslung sorgen, so etwas wie ein Spannungsbogen ist sowieso schon längst im Arsch. Die zweifelhaften Qualitäten liegen offensichtlich im trashigen Bereich, wenn man sich hinterher fragt, ob die Charaktere überhaupt Namen hatten oder warum das Verschwinden einiger nicht einmal der Gruppe selbst aufzufallen scheint. Ein grandioses Drehbuch also, das uns ein Sammelsurium aus verkorkster Fortpflanzung per Vergewaltigung entgegen fanatisch christlicher Sekte und einen behaarten Brüllaffen als Dämonen beschert. Mit "Tanz Der Teufel", wie der deutsche Alternativtitel vermuten lässt, hat das alles übrigens nichts zu tun. Wie so oft, trennt sich hier die Spreu vom Weizen, nüchtern betrachtet ist das alles wenig unterhaltsam, ja oftmals einfach langweilig und drittklassig abgefilmt, für Freunde unfreiwilliger Trash-Komik ist dieser C-Movie durchaus interessant. Kaum zu glauben, dass dieser filmische Schotter in Hollywood produziert wurde.

Fazit: Absoluter Trash-Heuler. Für normale Gorefanatiker eher enttäuschend. 4/10 Punkten


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