Ansicht eines Reviews

Teufel tanzt weiter, Der (1980)

Eine Kritik von Giuliano da Fresi
eingetragen am 31.08.2002, seitdem 387 Mal gelesen


Tja Leute kaum zu glauben aber wirklich wahr. Es gibt tatsächlich noch Filme, die sich in die Reihen eines "Ausflug in das Grauen" oder gar "Pieces" mit einbeziehen lassen. Einfach unglaublich was es hier heute alles zu entdecken gibt. Oh man, also dann laßt uns mal tief Luft holen und abtauchen in einen Strudel aus mysteriösen Ereignissen, kongenialen Dialogen und saucoolen Morden.
Also: Alles beginnt mit der Geschichte eines Professor's in einem Krankenhaus. Da der gute Mann der einzige Überlebende eines grauenvollen "BIGFOOT-MASSAKERS" ist (ja ihr habt richtig gehört-weiß auch nicht von wem Regisseur James Wasson die Idee hatte. Wahrscheinlich morgens beim Urin lassen, denn sowas gibt's vom Trashgehalt her wirklich nicht alle Tage) muß er sich logischerweise auch den Fragen der anwesenden Ärzte bzw. Beamten stellen, die ihn sogleich löchern als er das Bewußtsein wiedererlangt. Und so nimmt die wahrhaft grauenvolle Story (in wahrsten Sinne des Wortes) ihren unglücklichen Lauf für alle Beteiligten.
Es beginnt ganz harmlos mit einem Angler, der es wohl auf einen guten Fang abgesehen hat und nur darauf zu warten scheint das die Fische beißen. Das gleiche hat sich unser lieber "Mann im Bigfoot-Affen-Irgendwas-Kostüm" wohl auch gedacht, denn wenn morgens in der Früh der Wecker klingelt was macht man dann logischerweise als erstes?Richtig, man geht zum See und reißt einem netten Angler den Arm aus, was uns hier in einer derart dilettantischen Art gezeigt wird das wir aus dem Staunen gar nicht mehr rauskommen. Allein die unheilschwangere Musik in Verbindung mit der Sicht des Bigfoot's (Rotfilter mit Guckloch vor der Kamera) ist einen echten Brüller wert. Alsbald erfährt natürlich auch der Prof der nahegelegenen Uni von der Sache und beschließt mit ein paar Studenten der Sache mal auf den Grund zu gehen. Nach einigem Hin und Her mit seiner besorgten Alten kann der Brathahn dann mit seinen lustigen Studenten auch endlich in See stechen und macht sich so über dem Wasserweg auf, um das rätselhafte Geheimnis des Bigfoot's zu lösen. Schließlich ist ja auch die besorgte Tochter des verstorbenen Angler's mit auf der Tour. Dann hat man wenigstens ein gutes Argument, falls einige Dorfbewohner der näheren Umgebung fragen sollten was man hier eigentlich will.
Man baut also sein Lager in der Nähe des Tatort's auf. Desweilen schlägt unser guter Junge im Kostüm wieder zu. Diesmal krallt er sich einen friedlichen Camper den er einfach mit samt Schlafsack hochhebt, mehrfach um die eigene Achse dreht (sieht zum Schreien komisch aus)um ihn dann nach einigen geschmackvollen Drehern loszulassen und ins nächstbeste Fichtengestrüpp oder so ähnlich zu schleudern. Natürlich wird unser junger Freund von einem Ast durchbohrt und muß nun leider das Zeitliche segnen. Am nächsten Morgen stellt der ganze peinliche Haufen um den Prof erstmal fest, das doch Tatsache(ja ist das denn die Möglichkeit)irgend so ein Arsch das Boot hat verschwinden lassen. Also wirklich das geht nun aber zu weit. Denkt sich auch einer der Studenten und läßt einen der genialsten Sätze der ganzen Filmgeschichte los. "Vielleicht war's ein Elefant.", meint er. Wir befinden uns zwar an irgend einem See mit Gebirge in der nähe aber egal. Hauptsache der Zuschauer kann gut ablachen. So nun wird's aber langsam Zeit für den nächsten Mord, sonst ersaufen wir noch in hirnlosen Dialogen. In einer Art Rückblende so verrät uns ein Student wird ein Motorradkumpel dahingemetzelt. Der Typ hält also auf freier Strecke zum pissen was er sich lieber zweimal hätte überlegen sollen. Denn na wer lauert da wohl im Busch an dem unser obercooler Mopedfreak seine übervolle Blase entlehren möchte?Auf jeden Fall wird in einer saubescheuerten Einstellung der Wurm entfernt und zwar mit einem gekonnten Gegrummel (mal wieder zum Schreien komisch, wenn das Tonband abgespielt wird) und einem anschließenden Prankenschlag. Damit hat der gewitzte Biker natürlich nicht gerechnet, taumelt begleitet von lautem Gebrüll zurück zum Moped und verblutet jämmerlich. Nun ja, passiert einem ja schließlich auch nicht alle Tage beim Pinkeln den Lütten da unten einfach abgemuffelt zu bekommen. Aber was soll's der nächste Biker ist bestimmt schlauer, läßt sich das Geschehene eine Lehre sein und um nicht das Schicksal seines Kumpel's teilen zu müssen kauft er sich mit Sicherheit im nächstgelegenen SB-Shop eine Karte der Strecke auf der alle Büsche mit Bigfootinhalt eingezeichnet sind. Oder so ähnlich. Werfen wir mal eben einen Blick auf unsere Möchtegernstudenten. Achso immer noch nicht rausgefunden wer das mit dem Boot war, also gut noch eine tolle Rückblende in der uns gezeigt wird, was einen Holzfäller erwartet, wenn er mit seinem Hackebeil Gesellschaft von "Zotti" erhält.
Irgendwann danach machen unsere Hauptakteure dann Bekanntschaft mit einer absolut hohlen Alten, die von dem Bigfoot vergewaltigt wurde weil ihn sein schier unglaublicher Fortpflanzungstrieb dazu gezwungen hat. Nachdem er also so richtig fett auf der Else rumgeschruppt hat wird er doch glatt vom auf der Veranda des Hauses stehenden Vaters mit einem Schuß vertrieben. Ich meine für den Zuschauer dieses abstrakten Machwerks war's zumindest eine in lachtechnischer Hinsicht Wohltat für die Netzhäute. Fahren wir wie folgt fort. In einer erneuten "Rückblende" erfahren wir was unser Freund Zotti mit zwei reizenden Camperinnen macht wenn eine kurz vor ihrem Tod noch doof meint: "Es ist so still hier." Ha ha, erraten Mädel, das ist ja auch die Ruhe vor dem Sturm, denn sogleich kommt der Mann im Kostüm aus dem Busch und zack werden die beiden gen Himmel befördert. In einem grandiosen Showdown in der Blockhütte des alten Vater's von der vergewaltigten Tuse(nun wissen wir auch endlich warum er Gitter vor den Fenstern hat)kommt es zum letzten Schlagabtausch zwischen Mensch und Mensch im Bigfootkostüm. Auf jeden Fall werden hier auch wieder ordentlich Leute zum Lieben Gott befördert, als da wären z.B.ein Macker der von Zotti auf ein Sägeblatt geschmissen wird und dem dann die Eingeweide herausgegrabscht werden. Ein anderer wird mit dem Schädel durch eine Fensterscheibe gedrückt und schlitzt sich logischerweise richtig schön das Hälschen auf. Der Prof selber sollte ja nun auch mal langsam was abkriegen, oder? Genau,findet Zotti auch (wahrscheinlich hat er die ewige Rumschnüffelei in seinem Revier langsam so richtig satt) und sogleich schnappt er sich den neugierigen Kerl und drückt ihn mit der rechten Wange auf die heiße Herdplatte. Na ja ,das erklärt wenigstens den großen Verband den der Prof im Krankenhaus um den Kopf gewickelt trägt.
Also Leute,wenn ihr diese Granate noch nicht gesehen habt,schnellstens nachholen. Einige Brüller sind allein wegen der grottenschlechten nach 10 Souflaki-30 Korn-20 Rakigläsern-Synchro garantiert.
Wertung ,10/10 Heulerpunkten


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Giuliano da Fresi" lesen? Oder ein anderes Review zu "Teufel tanzt weiter, Der (1980)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Giuliano da Fresi

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

242 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Paragraph 78: Punkt 1 (2007)
Traxx (1988)
Scorpion King 3 - Kampf um den Thron, The (2012)
Men Suddenly in Love (2011)
Gefährten (2011)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich