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Predator (1987)

Eine Kritik von buxtebrawler (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 30.09.2009, seitdem 409 Mal gelesen


Eigentlich meide ich Ami-Actionklopper mit Leuten wie Schwarzenegger ja wie der Teufel das Weihwasser. Da ich aber immer mal wieder aus eigentlich verlässlicher Quelle gehört habe, dass "Predator" einfach in eine repräsentative (Sci-Fi-)Horror-Sammlung gehöre, habe ich ihn mir dann doch endlich einmal angesehen.

John McTiernans "Predator" beginnt exakt so, wie ich es befürchtet hatte: Dümmste US-Actiongülle mit harten Kerlen, die ein Guerillacamp, bei dem natürlich die Russen ihre Finger im Spiel haben, auslöschen, indem sie ohne mit der Wimper zu zucken und immer einen coolen Spruch auf den Lippen habend sämtliche Guerillas erschießen, zerbomben oder lebendig verbrennen. Dabei hat einer noch mal eine größere Wumme als der andere, mit denen eine ausgedehnte, menschenverachtende Ballersequenz abgefahren wird. Das einzig positive daran ist, dass man bereits zum jetzigen Zeitpunkt den "Charakteren" die Pest bzw. den Predator an den Hals wünscht, was dann nach massenweise dämlichsten Dialogen auch endlich in Erfüllung geht. Ab dem Auftauchen des extraterristischen Terroristen nämlich gewinnt dieses Machwerk an Klasse - einerseits durch die gelungenen Effekte, andererseits durch eine ach-so-harte Spezialeinheit, denen gehörig der Arsch auf Grundeis geht und die nicht so recht weiß, wie sie mit diesem neuartigen Feind umzugehen hat. Das Ende, das 1:1-Duell zwischen Predator und Schwarzenegger, wurde dann auch durchaus packend inszeniert, wenn auch mit einem anderen Ausgang als ich es mir gewünscht hätte. Das "Creature Design" ist erste Sahne und für mich das herausragende Element des Films.

Generell stellen sich mir zwei Fragen: Warum macht McTiernan aus einer Geschichte, die genug Stoff für tiefgründige Abhandlungen über unsichtbare, ungreifbare Bedrohungen für Soldaten im Kriegseinsatz und daraus resultierende Ohnmacht und Paranoia bei den Opfern geboten hätte, einen über weite Strecken idiotischen Ami-Actionmüll? Und sollen die Abziehfiguren von "Charakteren", deren Zerfleischung durch den Predatoren ich beim Sehen des Films kaum erwarten konnte, etwa die eigentlichen Sympathieträger gewesen sein? Falls ja, habe ich mir "Predator" nicht mit der gewünschten Intention ansehen können...


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