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Predator (1987)
Eine Kritik von Ultimate87 (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 06.11.2011, seitdem 134 Mal gelesen
Ein Jahr bevor er mit "Die Hard" den Klassiker des Actionkinos schuf, drehte John McTiernan im Dschungel von Mexiko einen Film, der eines der coolsten Aliens der Filmgeschichte den Weg auf die Leinwand bereitete: "Predator".
Die Story ist schnell erzählt. Die Gruppe von Söldnern, angeführt von Major Dutch Schaefer (Arnold Schwarzenegger), die im mittelamerikanischen Dschungel einen Minister sucht und eine außerirdische Jägerrasse findet, offenbart keine großen Drehbuchqualitäten. Das Maß aller Dinge ist hier die famose Umsetzung der Geschichte, denn auch mehr als 20 Jahre nach der Veröffentlichung macht dieser Film einfach unglaublich viel Spaß und gehört zu den quasi Prototypen des 1980er Jahre Actionkinos, dem viele (auch ich!) heute nachtrauern.
In "Predator" gibt es eigentlich keinen unnötigen Ballast, keine erzwungene Coolness oder dümmliche Effekte. Gut, die Rolle der Frau ist ziemlich überflüssig, aber es wurde glücklicherweise keine Liebesgeschichte in die Story geschrieben.
Wir haben einfach einen Trupp verdammt cooler Typen (Jesse Ventura, Sonny Landham, Bill Duke etc.), die reden wie Söldner, schießen wie Söldner und sterben wie Söldner. Und bis an die Zähne bewaffnet sind ("Old Painless"!). Figurenzeichnung ist da völlig fehl am Platz und interessiert auch nicht.
Arnold Schwarzenegger muss sich hier zunächst erst einmal ungewöhnlicherweise in einen Kommandotrupp einordnen und stellt diesen nicht allein. Das wird am Ende aber wieder zurecht gebogen. Er macht jedenfalls wieder eine saubere (bzw. eher dreckige) Arbeit.
Gegenüber steht der Predator. Aufbauend auf Stan Winstons Kreation und einer Idee von James Cameron sieht dieser Alien einfach herrlich martialisch aus. Die Effekte des Films sind auch heute noch mehr als ansehnlich, insbesondere die Tarnfunktion. So entwickelt der Film in der ersten Hälfte eine tolle, spannende Grundstimmung.
Herausragend ist die Kameraarbeit und das Setdesign. Kameramann Donald McAlpine fängt ungewöhnliche Bilder des Dschungels ein. Wenn er und seine Crew durch des Unterholz filmen oder die Bäume nach oben, dann kommt zusätzliche Spannung auf. So ist der Regenwald in seiner Dichtheit und Andersartigkeit fantastisch filmisch umgesetzt worden.
Erst mit dem Auftauchen des Predators nimmt die Spannung etwas ab. Bis dahin dirigiert das übliche Schema, in der Trupp Mann für Mann kleiner gemacht wird (was John McTiernan dann in "Die Hard" aus der anderen Sicht gezeigt hat). Am Ende darf natürlich nur noch Arnie übrig bleiben und der Kampf Mann gegen Alien beginnt. Die Kills sind bis dahin sehr überraschend und mitunter auch blutig in Szene gesetzt, so dass es einige kleinere Schocks geben kann.
Die Action im Film ist allererste Güte. Der Angriff auf das Rebellenlager spiegelt einfach die umwerfende Zerstörungswut des 80er Jahre Kinos wider, massig Explosionen, Tote und natürlich "Old Painless".
Fazit: "Predator" ist ein Actionklassiker, auch wenn McTiernans "Die Hard" nochmal in einer anderen Dimension spielt. Vor allem aus gestalterischer Sicht ist der Film bemerkenswert. Kamera, Ton, Effekte und Schnitt sind in all der Zeit nicht gealtert. Der Film macht auch heute noch sehr, sehr viel Laune.
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