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Horror House 2 (1990)

Eine Kritik von GrossOut (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 10.06.2004, seitdem 626 Mal gelesen


In diesem Film - der übrigens wie Lenzis "Ghosthouse" von D'amatos Filmirage produziert wurde - dreht sich eigentlich alles um einen recht bösen Dämonen mit dem lieblichen Namen Ahmet ("Ey, komsch du konkret krass in die Hölle!" *g* ). Zuerst wird der gute Pfarrer George von einer Kindermörderin auf den bösen Pfad des Dämonen geschickt. Nach einem kleinen Zeitsprung erleben wir nun, wie der Geistliche Peter mit seiner Familie in ein neues Haus zieht. Anfangs ist auch noch alles eitel Sonnenschein, doch bald mehren sich mysteriöse Geschehnisse in der neuen Bleibe. Ein Loch in einer Wand scheint der Ursprung des Übels zu sein, welches leider die Kinder Carol und Martin sehr fasziniert. Auch kein Wunder - verbergen sich in dem Haus doch eh seltsame, schwarz gewandete Kreaturen die hinter den beiden Kiddies her sind. Und dies gelingt ihnen dann auch, indem sie sich Martin schnappen. Peter wird zuerst nicht mit dem dämonischen Treiben in seinem Haus fertig, und sucht Hilfe bei seinem Vorgesetzten Jonathan. Doch dieser eröffnet ihm dreist, daß er Peter ja nur das Haus vermittelt hat, damit Peter endlich mal einen Exorzismus vornehmen kann. Aber Gott sei Dank taucht da der mittlerweile sehr abgehalfterte George auf und hilft Peter. Aber auch wenn sie Martin zuerst aus den Fängen der Kreaturen befreien, so ist das grausige Treiben lange noch nicht fertig.

Schau mal an... Regisseur Claudio Fragasso ("After Death - Zombie 4"), sonst Mann für wirklich recht müllige Genreware, hat bei "Horror House 2" einen guten Tag gehabt. Typisch für Italo-Genrebeiträge wurden hier die verschiedensten Filme durcheinander gemixt. Hier sind dann wohl nach dem Losverfahren die Filme "Der Exorzist", "Amityville Horror" und "Poltergeist" ausgewählt worden. Denn als Mix aus diesen Filmen kann man "Horror House 2" ansehen. Und dabei schafft es Fragasso, die Geschichte richtig gut und einigermaßen spannend aufzubauen. Und auch die berühmte Schludrigkeit der Italiener bei Gruselfilmchen wurde mal kurz weggelegt... es stellen sich verhältnismäßig viele atmosphärisch ansprechende Momente ein. Zwar könnte man auch die ganze Zeit über "Alles nur geklaut" singen, aber besser gut geklaut als schlecht Neues erfunden. Egal, der Film macht Spaß und unterhält einfach gut als typischer B-Film. Zudem ist es beachtlich, dass der Film wie erwähnt eine gute Atmosphäre hinbekommt - schließlich schaffen das die meisten Filme die Ende der 80er/Anfang der 90er entstanden sind, nicht. Es wäre schön, wenn dieser Film - den ich ca. 1996 auf Pro 7 mitgeschnitten habe - mal auf DVD erscheinen würde (wieso sehe ich auf einmal ein X vor meinem geistigen Auge? *g* ). Denn der Film ist ganz klar eine späte Horrorperle aus der Italoecke.

Filmwertung: (4/5)


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