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Fido - Gute Tote sind schwer zu finden. (2006)

Eine Kritik von alpha&omega (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 20.12.2007, seitdem 801 Mal gelesen


Das Domestizieren von Untoten hatte schon George A. Romero in seinem DAY OF THE DEAD im Sinn. Andrew Currie führt diesen Gedankengang in seinem dritten Film freiwillig komisch weiter.

FIDO


Die Story ist recht amüsant und entpuppt sich als gut zusammengewürfeltes Plotmelange mehr oder minder bekannter Genrefilme:
Durch einen kosmischen Zwischenfall wurden die Toten wieder lebendig. Lange Zeit wurde ein unerbittlicher Krieg gegen die Scharen von Zombies geführt, bis ein schlauer Wissenschaftler, der den Tod seiner Frau nicht wahrhaben wollte, ein Halsband erschuf, welches die Zombies zu handzahmen Schoßhündchen machte. Durch dieses Wunderwerk der modernen Technik konnte sich von nun an jeder Haushalt einen Zombie halten, der das Auto wäscht, die leidvolle Gartenarbeit übernimmt usw. .
Richten wir unseren Blick auf die Familie Robinson, die als einzige ihres Viertels noch keinen Zombie ihr Eigen nennt, weil Vater Robinson (Dylan Baker) eine Zombiephobie hat. Mutter Robinson ( Carrie-Ann Moss) fürchtet um den familiären Ruf und so lässt sie sich einen Zombie (Billy Connolly) von der Zombievermittlungsstelle Zomcon schicken. Der kleine Timmy Robinson (K’Sun Ray) findet nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem Zombie, einen guten Freund in ihm und so gibt er seinem Zombie den Namen FIDO. Allles läuft prima bis FIDOs Halsband kurzzeitig defekt ist und er deswegen die unsympathische
Nachbarin verspeist...

Das Currie sich mit vollem Eifer bei vielen einschlägigen Filmen bedient ist keineswegs eine Zumutung, vielmehr stellt es in meinen Augen eine Hommage an das zumeist verkannte Genre dar. Trotz des parodistischen Leitmotivs FIDOs, kann die liebevolle Gestaltung des Sets im Look der 50iger Jahre (wir erinnern uns an BRAINDEAD, aber auch an REEFER MADNESS), nicht übersehen werden.
Die Wahl der Schauspieler ist vollends als gelungen zu bezeichnen. Billy Connolly spielt grandios den Haushaltszombie mit Herz und das obwohl er kein Wort spricht! Eine ausgezeichnete und brilliante Leistung, die ihm keiner so schnell nachmacht. Dylan Baker und Carrie- Ann Moss als Eltern spielen ihre Rollen souverän überspitzt, so wie es sich für die 50iger Jahre gehört. Auch Timmy, der Sohn der Robinsons, gespielt von K’Sun Ray, spielt im Interesse des Filmstils.
Außerordentlich gut passt der Score zum Film. Schön rockig!
Trotz der vielen positiven Aspekte, die man FIDO abgewinnen kann, sind insbesondere gegen Ende des Films einige Längen zu bemerken. Speziell das Ende ist vorausschaubar geraten.Da es sich ja um einen Zombiefilm handelt, gilt es auch das Thema Splatter und Gore zu erwähnen. Diesbezüglich schwächelt FIDO ganz besonders. Zwar wirkt es nicht unbedingt störend, dass es in den ca. 90 Min. kein ausgiebiges Geschlachte gibt, doch wäre es nicht falsch gewesen dieses Stilmittel in das exzentrische Setting unterzubringen. Kurz: Die Gorehounds werden ein Stück weit enttäuscht sein!


Fazit:
Unterhaltsame Zombieposse, die ab und zu einen beherzten Lacher provoziert. Auf jeden Fall besser als DEAD & DEADER. Wirklich innovativ ist der Streifen jedoch nicht, da er bei anderen Genrefilmen gnadenlos stibitzt. Auch die Gesellschaftskritik an den haushälterischen und bornierten U.S. and A sind keineswegs neu!

7 Punkte


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