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Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Eine Kritik von RAF-Zahn (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 15.05.2008, seitdem 306 Mal gelesen


Vorwort

Vier harte Nächte habe ich hinter mir. Vier Nächte in denen ich mir alle vier Alien-Filme in der Special Edition + die zwei Predator-Filme + die zwei Alien vs. Predator-Filme zu Gemüte geführt habe. Einfach um nach frischem Erwerb der Quadrology-Box und der "AVP 2" - DVD
mal einen Vergleich aller Filme aus beiden Universen zu bekommen. Deswegen wird es im folgenden Review auch immer mal zu Vergleichen kommen.

Story

Die Geschichte des Films ist hinlänglich bekannt: Raumschiff empfängt Hilferuf von einem Asteroiden und geht ihm nach. Dort angekommen wird von der Crew festgestellt, dass der Hilferuf von enem außerirdischen Raumschiff kommt, dessen Pilot längst tot ist und mit aufgerissener Bauchdecke im "Cockpit" oder besser der Kommandozentrale liegt. Jedoch befinden sich an Board noch jede Menge schleimige Rieseneier. Aus einem dieser Eier entspring ein ekelhaftes achtbeiniges Etwas mit langem Schwanz, was vom Aussehen her an bestimmte Krebse erinnert, und heftet sich am Gesicht eines Crew-Mitglieds fest. Zurück an Board des "Nostromo" betitelten Raumschiffs will der Crew-Arzt das Alien nicht entfernen, da er fürchtet den Betroffenen damit zu töten (zumindest gibt er das vor). Nach ein paar Tagen fällt es dann aber eh von allein ab und der patient scheint wohl auf. Bis zu einer verhängnisvollen Mahlzeit. Plötzlich "schlüpft" nämlich ein noch ekelhafteres Etwas aus seinem Brustkorb hervor und entschwindet vorerst in den Tiefen der Nostromo...

Kritik:

Ich muss schon sagen, trotz des stolzen Alters (bald sind es dreißig Jahre!) kann der Film in Sachen Atmosphäre und Spannung immer noch überzeugen. Viele neuere Produktionen des Genres könnten sich davon ruhig eine Scheibe abschneiden. Zwar läuft das Ganz nach dem üblichen "10-kleine-Negerlein"-Schema ab und ein Crew-Mitglied nach dem anderen muss dran glauben, aber das geht in Ordnung, weil es spannend und logisch insziniert ist. Auch lässt Regiesseur Ridley Scott es sich nicht nehmen langsam, aber bestimmt, eine weibliche Figur zur Hauptprotagonistin aufzubauen. Ripley ist aber keine übermenschliche Lara Croft, sondern eine einfaches Crew-Mitlglied mittleren Rangs, welches die üblichen menschlichen Schwächen hat, was ihr bei ihrem Kampf gegen die unbekannte Bedrohung nicht gerade eine Hilfe ist.
Im Gegensatz zum Nachfolger sieht man in diesem Streifen das Alien so gut wie nie und wenn dann meistens auch nur in Nahaufnahme, was den Film aber nicht schlechter macht. Andere Dinge stehen im Vordergrund: Die beklemmende Angst jederzeit von hinten gepackt werden zu können, die Konflikte um den Umgang mit der Situation innerhalb der kontinuierlich schrumpfenden Crew und die beklemmende Atmosphäre in einem Raumschiff ohne Waffen mit einem schier unbesiegbar wirkenden Wesen eingesperrt zu sein sind jederzeit nachvollziehbar und ziehen den Zuschauer in ihren Bann. Auch mir als hartgesottenem Horror-Freak wurde noch ein wenig Gänsehaut abverlangt.
Natürlich, auch im auf mehr Tempo geschnittenen "Director's Cut" wirkt das Tempo des Films nach heutigen Maßstäben immer noch etwas zäh und könnte ein jüngeres Publikum mit moderneren Sehgewohnten dazu reizen das Ganze als etwas langweilig zu empfinden. Ich für meinen Teil finde das Gesamtwerk aber mehr als gelungen und im Vergleich zu den anderen Filmen der Reihe, blieb bei mir am meisten hängen von den Dingen, die bei manchem Film über die eigentliche Story hinausgehen und zum Nachdenken anregen.
Ein Film über Angst und Bedrohung, Konflikt und Verhalten und natürlich ein spannendes Stück Filmgeschichte. Sehr zu empfehlen. (9/10)


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