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In Tokio des Jahres 2009 ist die Droge „Blood Heat“ im Umlauf. Sie erhöht nicht nur die Kraft, sondern verwandelt die User auch in tödliche Kampfmaschinen. Der Ex Navy Seal Joe und ein Japanischer Detektiv sollen die Droge aus dem Verkehr ziehen und die Hintermänner dingfest machen.

Aus Japan erwartet man nicht gerade so einen Martial Arts Knaller. Doch durch die Hilfe von Chan Man Chin (einer aus Jackie Chans Stunt Team) beweisen die Japaner das sie nicht nur Monster-, Horror und Samuraifilme herstellen können:)

Die, recht dünne, Story dient nur dazu um von einer Actionszene zur nächsten zu hangeln. Doch das ist gerade das, was man manchmal sehen will. In der Tradition des HK Kinos der 80er und Anfang der 90er, bekommt man schnelle, viele und vor allem harte Fights geboten, die ohne viel Technikschnickschnack auskommen. Selbst auf Wirework wurde nicht übermäßig viel zurückgegriffen; aber ganz ohne geht’s dann auch nicht. Neben den schnellen und sehr gut choreographierten Kämpfen, können ebenso die dazugehörenden Stunts überzeugen. In einigen Actionszenen z.B. geht dann auch schön viel Glas kaputt (kein CGI wie bei „So Close“), so wie man es von früher kennt und auch heute immer wieder gerne sieht. Schusswechsel in John Woo Tradition (inklusive blutiger Shoot Outs) runden den positiven Eindruck ab, den man als Action Fan nur noch selten verspürt. Was vermutlich auch daran liegt, dass es sich hier nicht um ein B-Picture, sondern um einen für das Japanische Kino gedrehten Film handelt und der deshalb über ein vernünftiges Produktionsvolumen verfügt.

Star des japanischen Kinoerfolges ist Kane Kosugi. Der Sohn von Ninjameister und Legende Sho Kosugi, der auch schon in allen Filmen seines Vaters als Steppke mitgeprügelt hat, hat eindeutig das Potenzial der nächste Actionstar zu werden. Zwar fehlt ihm noch das Charisma seines Vaters und ein toller Schauspieler wird er vermutlich nicht werden, aber als Actiondarsteller bringt er alle Attribute mit sich. Er vollbringt seine Stunts selbst und Martial Arts technisch ist er natürlich ein absoluter Profi. Die guten Englischkenntnisse( im Film selber redet er so gut wie gar nicht, aber er spricht etliche Offtexte in Englisch) könnten ihn sogar einen Weg in die Staaten öffnen. Doch man weiß wie die großen Studios über Asiatische Darsteller denken(von Ausnahmen wie Jet Li oder Jackie Chan mal abgesehen). Demnächst ist er übrigens in Ryuhei Kitamuras „Godzilla:Final Wars“ zu sehen.
Neben Kosugi sind die anderen Darsteller eher Nebensache und fallen weder negativ noch besonders Positiv ins Auge. Einzig Masaya Kato (Endgegner von Mark Dacascos in „Drive“) hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Fazit: Furioser Martial Arts Actioner mit dünner Story, der trotz Plotlöcher (auch der Hintergrund der Hauptfigur wirkt irgendwie überflüssig, da es der Handlung nicht gerade viel bringt) durch die rasante und sehr gutgemachte Action überzeugen kann. Endlich ist eine offizielle DVD erschienen die auch über Englische Untertitel verfügt. Für Actionfans ein Tipp!

8/10

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