Hierbei handelt es sich um das Remake zu George A. Romeros Kultfilm „Zombie“ aus dem Jahre 1978.
Was hab ich nicht alles von diesem angeblichen Klasse-Remake an Lobeshymnen gehört: Viel besser und wesentlich blutiger als das Original. Dem kann ich in keinster Art und Weise zustimmen. Ich war regelrecht enttäuscht. Der Film ist ein Armutszeugnis für einen Horrorfilm.
„Dawn of the Dead (’04)“ hat absolut null Atmosphäre und ist zudem spannungsarm. Lediglich am Anfang wird man noch mit 1-2 guten Schockeffekten verwöhnt. Das einzige was bei diesem Stinker großgeschrieben wird ist Langeweile... Und DOTD '04 ist wirklich STINKLANGWEILIG. Als weiteren negativen Kritikpunkt muss ich die unzähligen, größtenteils überflüssigen humoristischen Einlagen bemängeln. Hier hat man gnadenlos übertrieben. Sobald mal ein Hauch Spannung aufkommt wird diese umgehend durch einen coolen Machospruch zerstört.
Die Darsteller sind allesamt dumm und oberflächlich und können überhaupt nicht überzeugen. Vor allem die Hauptdarstellerin Sarah Polley als Ana wirkt extrem deplaziert und nervtötend. In einer kleinen Nebenrolle ist FX-Spezialist Tom Savini, der übrigens in Romeros Original den Anführer der Rockerbande spielte, als Cop zu bewundern wie er gerade von einem TV-Team interviewt wird.
Mit Splatter wird zwar nicht gegeizt, jedoch bestehen diese meistens immer wieder aus Kopfschüssen oder sonstigen blutigen Shootouts. Gegen Ende des Streifens wird man zur Abwechslung auch mal mit einigen richtigen Goreeffekten verwöhnt. Auf Fressszenen und sonstige zombietypischen Effekte wartet man leider vergeblich.
Die modernen schnellen Zombies sagen mir auch nicht zu, ich finde diese überhaupt nicht furchteinflößend. Diese haben mir bereits bei „28 Days Later“, welchen ich übrigens sehr gut fand, nicht sonderlich gefallen, aber der Film hatte zumindest Dramaturgie, Spannung und eine tolle Atmosphäre zu bieten. Jedenfalls finde ich, dass die Zombies aus George A. Romeros Original sowohl vom Make-Up als auch vom allgemeinen Auftreten wesentlich gruseliger wirken, im Remake wirken diese teilweise schon lächerlich.
Anzumerken bleibt, dass „Dawn of the Dead (’04)“ von der Story des Originals viel zu sehr abweicht, weshalb man eigentlich auch nicht wirklich von einem Remake sprechen kann.
FAZIT:
Insgesamt handelt es sich bei DOTD '04 um ein mieses Remake des Kultfilms von 1978.
Aber auch als eigenständiger Film betrachtet ist dies der letzte Dreck. Drittklassige Darsteller, keine Atmosphäre, keine Spannung, zudem noch stinklangweilig. Diesen Film fehlt alles, was einen guten Horrorfilm ausmacht. Meiner Meinung nach definitiv einer der überbewertesten Filme der letzten Jahre. So und ich schau mir jetzt lieber noch mal Romeros Original an.
BEWERTUNG: 3 von 10
HÄRTEGRAD: 8 von 10 (Director's Cut)