Stephen Sommers ist zurück! Also hoff(t)en wir mal stark, dass wir einen genial inszenierten und unglaublich unterhaltsamen, wenn auch anspruchslosen, Streifen alla "Die Mumie" oder "Die Mumie kehrt zurück" zu Gesicht bekommen. Schade nur, dass es bei dieser Hoffnung geblieben ist. Denn am Ende kam leider nicht mehr als ein viel zu lauter Bumm-Krach-Peng-Streifen heraus, dem jeglicher Charme der Vorlage(n) fehlt.
"Van Helsing" ist ein wirrer, aus allem möglichen Literaturvorlagen zusammengeklauter Horror-Action-Mix ohne roten Faden oder irgend einer Spur von Sinn und Verstand. Nichts passt zum Anderen, alles wurde in einen Topf geworfen und wohl etwas zu wild umgerührt. Dabei vergaß man allerdings wenigstens einen Esslöffel an Story oder eine Prise an origineller Handlung mit hinein zu geben! Somit wird schon mal in dieser Hinsicht absoluter Null-Stand geboten.
Konzentrieren wir uns also auf die Effekte, von denen nun leider viel zu viele vorhanden sind, so das man daran keinen Spaß mehr finden kann, sondern nur noch mit dröhnenden Kopfschmerzen und, durch die fehlende Abwechslung, auch ziemlich gelangweilt das Kino verlässt. Zudem sind die Effekte ungar und völlig dillethantisch inszeniert. Ein richtig guter Special Effekt ist jener den man nicht sofort als solchen erkennt. Ein wirklich Schlechter ist der, den man sofort erkennt, der sich von seiner Umgebung abhebt und zudem noch grottig hässlich ist. Und genau von sochen Effekten werden wir hier nun über 130 (!) Minuten lang berieselt.
So! Sind die Kopfschmerzen nun nicht schon stark genug, kriegen wir zu den Effekten noch den passenden Sound geboten. Wo bei Filmen wie "LXG" diese Art von Sound noch irgendwo sein Reize hat und zur Unterhaltung beiträgt, ist bei "Van Helsing" leider nicht viel mehr als mächtiges Gedröhne vorhanden. Zwar wühlt einem der Bass schon kräftig die Gedärme durch, doch irgendwann wäre es auch mal irgendwie ganz nett, wieder Ordnung in seinen Körperhaushalt zu kriegen und nicht die Nerven so strapaziert zu kriegen, wie hier!
Na ja, probieren wir mal uns nun noch an ein paar schmeckende Zutaten in diesem schwer genießbaren Film-Eintopf zu erinnern. Da wären zum einen die Hauptdarsteller Hugh Jackman und Kate Beckinsale die in ihren Rollen dann doch recht gut überzeugen können. Vor allem Jackman zeigt hier all seine Qualitäten, die er schon als Wolverine bei den "X-Men" unter Beweis stellen konnte. Alle anderen Darsteller sind allerdings, bestenfalls, Durchschnittsware!
Zum anderen hört man zwischen dem ganzen Gedröhne auch noch einen wunderbaren und wirklich passenden Score heraus, der ebenfalls mehr als gut gefällt. Wenn man es schafft das ganze Knall und Bumm mal zu überhören, kriegt man wirklich was Passendes fürs Ohr geboten.
Aber das wars dann auch schon! Schade!
Fazit: Völlig Sinn- und Storyfreies Krawall-Kino der nervigsten Sorte! Ohne Charme, ohne Innovation und ohne auch nur ein Hauch von Können beim Zusammensetzen der einzelnen Szenen, geht einem das ganze Gedröhne zunehmendst auf die Nerven, wenn man nicht (mit Hörproblemen) nach 10 Minuten schon längst eingeschlafen ist, bei all den wirklich miesen Special Effekts, die einem hier am laufenden Fließband geboten werden!
Wäre da nicht der großartige Hugh Jackman, die beeindruckende Kate Beckinsale und der wirklich gut klingende Score, es gebe wirklich keinen Grund sich diesen Film auch nur einmal anzusehen. So bleibt es zumindest dabei!
Wertung: 4/10