Review

Ich bin regelrecht schockiert hier der erste zu sein, der eine Kritik zum Besten gibt.

Was bleibt zu sagen? Ja, ich habe den Film gesehen und bin nicht einer jener Küblböck-Hasser, die einfach alles in Grund und Boden verdammen, was von ihm stammt. Seien es Coverversionen wie "The Lion sleeps tonight" oder fehl geleitete Autofahrstunden.

Küblböcks Spielfilmdebüt "Daniel - Der Zauberer", mutet auf den ersten Blick wie ein schlechter Witz an. Heimvideooptik, grauenhaft eingespielte und geschnittene Konzertauftritte und ein lachhaftes Drehbuch.
Das Team rund um Küblböck hat ihr "bestes" getan um sich seinen Platz in der Filmgeschichte zu sichern. Selten hat man eine derartige filmische Ruine zu Gesicht bekommen, dabei hat man es nicht mit Laien zu tun. Nein, der Mann hinter diesem Film heißt Uli Lommel.
Ein Mann mit Erfahrung, einst mit Fassbinder in Verbindung gebracht. Jetzt kennt man seinen Namen wieder über die deutschen Grenzen hinaus, als Regisseur eines der größten Filmdebakel aller Zeiten.

Nicht dass man sich nicht bemüht hätte, doch Lommel versucht mit pseudo-dokumentarischer Optik die eingestreuten Musik-Clips offenbar zu konterkarikieren und Traumsequenzen in welchen Küblböck von einem Mordversuch träumt, lassen den Zuseher ganz und gar in der Versenkung des Kinosessels verschwinden.

Hoffentlich hat niemand gemerkt dass ich in diesem Saal gesessen bin!!
Wenn der Kinobesuch zum peinlichen Erlebnis wird, dann weiß man dass man es mit einem Film"erlebnis" der besonderen Sorte zu tun hat.

Küblböck blamiert sich bis auf die Knochen und mit ihm der Rest der Crew, darunter auch seine Verwandten und restlichen Laien, welche den Eindruck einer Dokumentation vermitteln sollen.
Macht nichts, statt dessen wirkt alles lachhaft, hölzern wäre hier noch ein Lob, wenn sie wenigstens dass zusammengebracht hätten.

Ein stümperhaftes Werk von monumentalen Ausmaßen. Selten hat es ein "kleiner Film" wie dieser es geschafft sich eine derartige Reputation aufzubauen, hierzu musste man bislang in die 50er zurück blicken oder amerikanische Machwerke wie "Supergirl" oder "Glitter" begutachten.

Daniel Küblböck hat es jedoch geschafft dass ein deutscher Film den Platz des "Schlechtesten Filmes aller Zeiten" für sich in Anspruch nehmen kann.

Gott bewahre uns vor Kritikern und Zusehern die in diesem kuriosen Debakel künstlerische Gestaltungsvielfalt und Kreativität wieder zu erkennen glauben!!

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