Review

20 Jahre haben Bruce Campbell und David Goodman gebraucht um ihre Geschichte um einen Mann mit 2 verschiedenen Gehirnhälften auf die Bildschirme loszulassen. Etliche Firmen und Produzenten haben das Drehbuch x-male abgelehnt und ich kann nur sagen: Aus gutem Grund!

Humor ist ja immer Geschmackssache, aber da ich Bruce Campbell als Person und in seinen Rollen ziemlich lustig finde, habe ich eigentlich herrlich schrägen Humor erwartet. Aber gerade das habe ich nicht bekommen. Denn diese Sci-Fi Komödie, als Parodie an die 50er und 60er B-Filme angelehnt, verfügt leider nur über einen ziemlich platten Slapstick Humor und nervenden Overacting. Schwarzen und bösen Humor hab ich leider gar nicht gefunden und bis auf 1 bis 2-mal schmunzeln, blieben meine Mundwinkel an gleicher Stelle. Dafür klappten aber die Augenlider gerne mal herunter.

Das die Story natürlich hanebüchen ist, soll ja auch so sein. Leider ist der Film durch das schmale Budget in einigen Momenten sogar dilettantisch ausgefallen. Augenblicke wo man sich fragt ob Campbell nicht lieber die Regie an einen erfahrenen Mann hätte abgeben sollen.
Denn Timing und Schauspielführung scheint sein Ding nicht zu sein. Ted Raimi („Raptor Island 2“, „Spiderman 2“) kaspert nicht lustig, aber störend durch den Film und die anderen Nebendarsteller bieten eine sehr schwachbrüstige Performance. Nur Stacy Keach („Escape From L.A.“, „Long Raiders“) als Durchgeknallter Wissenschaftler mit russischem Akzent und sichtlich Vergnügen an der Rolle und natürlich Bruce Campbell („Evild Dead“, „Bubba Ho-Tep“) retten den Streifen über die Runde. Vor allem wenn Campbell von physischer Komik gebrauch machen kann ist er in seinem Element. Die Streitereien zwischen den Taxifahrer, dem das linke Hirn gehört und so die linke Körperhälfte steuern kann, und Campbells eingebildeten Geschäftsmann gehören somit zu den Highlights des mäßigen Filmes. Das passiert aber viel zu spät und auch die zweite Hälfte brüht nur viele Gags auf die man schon woanders besser gesehen hat.

Technisch sieht man, trotz des Drehortes Bulgarien (Original sollte die Geschichte in Amerika spielen), das mangelnde Budget in fast jedem Moment an. Die Bildqualität kann die Herkunft eines Fernsehfilmes nicht verbergen(trotz Kameramann David Worth der ja auch reichlich Regieerfahrung mit „Kickboxer“ oder „Shark Attack 2+3“ hat) und wirkt sogar ziemlich schlecht teilweise. Die Musik ist vom Cambell Kumpel Jo LuDuca („Hercules“, „Xena“) und bleibt über die Laufzeit unauffällig. Effekte gibt es nur wenige und die Action darf man wohl kaum so nennen. Spannung und Atmosphäre kann man bei der Handlung natürlich gleich aussparen. Ist ja auch nicht dafür ausgelegt.

Fazit:
Ziemlich unwitzige Sci-Fi Komödie, die irgendwo gut gemeint ist, aber an der Umsetzung scheitert. Zum Lachen war mir eher nicht zu mute und damit ist das beabsichtigte Ziel leider verfehlt wurden. Der Rest kann auch nicht überzeugen und so lebt der Film nur von Bruce Campbells sympathischer Art. Nur reicht es dieses Mal nicht aus.

P.S.
Wer will kann sich mal den nett gezeichneten Comic antun (der besser als der Film rüberkommt) und wer die DVD besitzt sollte auch nicht das Bonusmaterial vergessen. Alleine wie Cambell und Goodman über ihre Versuche den Film irgendwo unterzubringen erzählen, ist lustiger als der Komplette Streifen zusammen.

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