Bedeviled (2016)

Die offizielle Filmkritik von Frank Trebbin

Die Angst sitzt neben Dir    

Frank Trebbin ist Autor der in mehreren Bänden erschienenen Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir", in der er sich durch das Besprechen von unzähligen Filmen aller Genres (primär Phantastik) einen Namen als Autor und Rezensent machen konnte.

Die folgende Kritik wurde am 13.03.2017 eingetragen.




Franks Bewertung des Films
(0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10)

3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne3 Sterne / 3


Nikki, die Highschool-Freundin der blonden Alice, ist tot. Einfach so und ziemlich unerwartet. Herzinfarkt. Während Alice und der Rest der Freundeskreises noch trauern, taucht auf ihren Smartphones eine Einladung der toten Nikki auf, die App „Mr. Bedevil“, eine künstliche Intelligenz im Stil der Siri-Software, herunterzuladen und zu nutzen. Anfangs ist es ja noch ganz witzig, ein vernetztes Haus („Licht an!“) zu erleben, doch schon bald zeigt die App ihr wahres Gesicht: es labt sich an den Ängsten der User und schickt dir höchst letale Tagträume…

Tja, das musste ja mal so kommen: ganz, ganz früher sollte man Heavy-Metal-Schallplatten rückwärts abspielen oder früh in der Elm Street schlafen gehen, um das bÖse ins Haus zu holen. Dann reichte schon der Tausch von VHS-Cassetten aus oder einfach nur ein „totes“ Profil in einem sozialen Netzwerk, wie bei „Unfriend“. Und heute, ja heute hat das Reich der Finsternis Zugriff auf den Play Store und gibt eine Killer-App heraus, um mit nur einem Klick das Grauen zu entfesseln. Ob „Bedeviled“ damit als originell zu bezeichnen ist, liegt ganz im Auge des Betrachters. Auf jeden Fall kommt einem vieles recht bekannt vor und man erkennt diverse Parallelen zu Freddy Krueger, Sadako & Co.: so ernährt sich quasi der Mörder aus der App von den Ängsten seiner Opfer, taucht in verschiedenen Kostümierungen auf (u. a. auch als asiatischer Geist mit langen schwarzen Haaren) und lässt so manchen (albernen) Spruch ab. Das alles ist recht kompetent von Abel und Burlee Vang in Szene gesetzt worden und durchaus ansehnlich produziert worden, doch es fehlt an feinem Witz und Charme. Auffällig ist zudem der fast komplette Verzicht auf exploitative Gewalt und Filmblut sowie die Abstinenz von Special Effects, so dass Die-Hard-Horror-Fans einzig und allein die sattsam gestreuten Jump Scares zu ihrem Vergnügen haben. Fazit: der Aufhänger mit der App ist neu, der Rest ist gepflegte Schock- und Grusel-Routine von der B-Film-Stange. Bildformat: 2,35:1. Mit Saxon Sharbino, Brandon Soo Hoo, Bonnie Morgan, Alexis G. Zall u. a.


© Selbstverlag Frank Trebbin



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