Der Geiger von Florenz (1926)
Mit "Nju" (1924) hatten Paul Czinner und Elisabeth Bergner nicht bloß einen der großen deutschen Stummfilme dieses Jahres vorgelegt, sondern auch den Grundstein eine langjährigen, privaten wie beruflichen Partnerschaft gelegt. Einen weiteren Höhepunkt ihrer Zusammenarbeit ließen sie mit dem am 10. März 1926 uraufgeführten "Der Geiger von Florenz" folgen, in dem Czinner seiner Partnerin eine Hosenrolle auf den Leib schneiderte: Sie spielt die Tochter des – bloß etwa vier Jahre älteren – Conrad Veidt, der sein Kind nach neuer Ehe in ein Mädcheninternat in der Schweiz abzuschieben gewillt ist. Doch Renee, die Tochter mit dem eigenen Kopf, spielt nicht mit, sondern schlüpft in Hosen, mimt den Jüngling und reist durch Italien, wo sie bald einem Maler Modell steht, der in ihr bzw. ihm den "Geiger von Florenz" erblickt. Und natürlich verliebt sich die junge Frau in Männerkleidung in den Maler, der seinem Modell auch bereits erlegen ist… und das Bild selbst ruft dann freilich noch den Vater auf den Plan. "Der Geiger von Florenz" gehört sicher zu den vergnüglichsten Hosenrollen-Streifen seiner Zeit und wurde von der Murnau Stiftung in rerstaurierte Form bei Universum Film auf DVD zugänglich gemacht: Fassungseintrag von Unicorn
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