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von PierrotLeFou

Vor 50 Jahren: Nicolas Roegs Sci-Fi-Klassiker mit David Bowie

Stichwörter: 1970er Bowie Drama Großbritannien Literaturverfilmung Roeg SciFi Spielfilm Tevis


The Man Who Fell to Earth (1976)
Der Schriftsteller Walter Tevis, der schon 1984 mit 56 Jahren verstorben ist, dürfte heutzutage vor allem wegen der namhaften Verfilmungen seiner Romane in Erinnerung geblieben sein. Nach den Serien "The Queen's Gambit" (2020) und "The Man Who Fell to Earth" (2022) hat Diogenes hierzulande die zugrundeliegenden Romane und den 1961 von Robert Rossen verfilmten "The Hustler" (1959) wieder auch den Buchmarkt geschmissen. "The Man Who Fell to Earth" wurde bereits vor der relativ aktuellen Serien-Variante zweifach verfilmt, erstmals von Nicolas Roeg, dessen "The Man Who Fell to Earth" am 18. März 1976 uraufgeführt worden ist und das Sci-Fi-Genre ebenso bereicherte wie zuvor seine Daphne-du-Maurier-Verfilmung "Don't Look Now" (1973) den Horrorthriller. Freilich verdankt der Film seine Popularität vor allem dem Hauptdarsteller David Bowie. Aber Roeg drückt Tevis' Stoff auch seinen ureigenen Stempel auf und bereichert die originelle Prämisse mit seiner unkonventionellen Montage, die in ihren besten Momenten reizvolle assoziationsräume öffnet, wenngleich diese nicht mehr ganz so konsequent dem Inhalt geschuldet sind wie noch in "Don't Look Now". Dafür allerdings findet Roeg hier ein fast ikonisches Bild, in dem sich seine Ästhetik andeutungsweise niederschlägt: das Bild von David Bowie vor den aufgetürmten Fernseh-Bildschirmen, mit denen er das zeitliche Nacheinander der Montage ins Nebeneinander der Bildkomposition überführt.
Mehr? Review von Angel Heart



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