The Tragedy of Othello: The Moor of Venice (1951)
Nach "Macbeth" (1948) kehrte Orson Welles gleich noch einmal zu William Shakespeare zurück. Schon 1949 hatte Welles mit den Dreharbeiten begonnen: Da galt "Macbeth" bereits als Misserfolg, der nochmals neu in Form gebracht werden sollte. Tatsächlich sollte es auch Welles "The Tragedy of Othello: The Moor of Venice", der am 27. November 1951 uraufgeführt wurde, kaum besser ergehen: Nach etlichen Finanzierungsschwierigkeiten, Umbesetzungen und gerüchteweise sehr abenteuerlichen Drehbedingungen kam ein Film heraus, der in den Augen kritischerer Beobachter nur zu beweisen schien, dass ein eindrucksvoll in Szene gesetzter Film an den Vorzügen des Theaters scheitern müsse. Auch "The Tragedy of Othello: The Moor of Venice" sollte Welles im Nachgang nochmals umbauen, eine nicht umunstrittene Restaurierung – angestoßen von seiner Tochter Beatrice Welles-Smith – ist seit 1992 beinahe die einzige sichtbare. Wie "Macbeth" wird auch "The Tragedy of Othello: The Moor of Venice" heute etwas eher gewürdigt als noch zur Zeit seiner Kinoauswertungen. Doch bleibt der Ruf des Films hinter demjenigen von "Macbeth" etwas zurück; und der Umstand, das Orson Welles selbst den "Moor of Venice" spielt, dürfte es dem Streifen heutzutage wieder etwas schwieriger machen, in der Gunst eines nachgewachsenen Publikums allzu sehr zu steigen.
Empfehlenswert ist die Criterion-Blu-ray, die beide Fassungen des Films enthält: Fassungseintrag von Horned_King
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Passend zum Welttag des Theaters …