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von PierrotLeFou

Vor 100 Jahren: Der Zeitraffer schlägt in seinen Bann

Stichwörter: 1920er Deutschland Dokumentarfilm Jubiläum Klassiker Reichmann Spielfilm Stummfilm


Das Blumenwunder (1926)
Lehr- und Dokumentarfilme aus der Stummfilmzeit hatten nur in seltenen Fällen ein Renommee, das dem von Stumm-Spielfilmen nahe kam. Verlässt man aber das Feld der seit Langem als Klassiker kanonisierten Streifen und blickt auf jene Titel, die von Filmhistoriker(inne)n und Restaurator(inn)en wieder ins Licht gerückt und verfügbar gemacht werden, dann steigt die Anzahl dieser Filme abseits des Spielfilms doch ein bisschen an: Der am 26. Februar 1926 uraufgeführte "Das Blumenwunder" ist so ein Fall. Momente des Spielfilms lassen sich zwar auch hier in den diversen Tanzszenen entdecken, aber der Schwerpunkt liegt auf den Zeitraffer- und Makroaufnahmen, mit denen Wachstum und Blüte der Pflanzen eindrucksvoll in Szene gesetzt werden. Diese Ästhetik selbst war zwar nicht unbedingt neuartig – denkt man etwa an die Arbeiten von F. Percy Smith, etwa "The Birth of a Flower" (1910) –, stieß aber in der Kombination zahlreicher solcher Aufnahmen mit Spiel- und Tanzsequenzen im Rahmen eines über eine Stunde langen Films auf größeres öffentliches Interesse. Regisseur Max Reichmann sollte späterhin aber vor allem mit dem phantastischen "Ramper, der Tiermensch" (1927) sowie dem frühen Musikfilm "Das Land des Lächelns" (1930) assoziiert werden.
Bei absolut Medien ist der Film in der arte Edition seit 2015 auf DVD erhältlich: Fassungseintrag von Kayfabe



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