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von PierrotLeFou

Vor 25 Jahren: Amos Gitais autobiografischer Jom-Kippur-Kriegs-Film

Stichwörter: 2000er Drama Frankreich Gitai Israel Jubiläum Klassiker Krieg Spielfilm


Kippur (2000)
Als am 6. Oktober 1973 der Jom-Kippur-Krieg mit überraschenden Angriffen von Ägypten und Syrien auf Israel am höchsten jüdischen Feiertag ausbrach, sollte das auch für Amos Gitai alles verändern: Sein Studium in Haifa lag erst einmal auf Eis, als Reservist sollte er sich der Einheit 621 der israelischen Armee anschließen, landete aber aufgrund widriger Umstände bei einer Luftrettungseinheit, um bei einem Helikopterflug am 11. Oktober – Gitais 23. Geburtstag – fast einem Raketenangriff zum Opfer zu fallen: Gitai gehörte zu den Überlebenden des Vorfalls; seine Verletzungen bewahrten ihn davor, wieder am Kriegsgeschehen teilzunehmen. Die prägenden Ereignisse sollten Gitai immer wieder umtreiben: jüngst mit der Ausstellung und Installation "Kippur, War Requiem", die 2023 an den Jom-Kippur-Krieg erinnern sollte, um dann im Schatten des Angriffs der Hamas zu stehen; und natürlich mit dem am 18. Mai 2000 uraufgeführten "Kippur", Gitais autobiografischem Anti-Kriegsfilm, der einen authentischen, teils enervierenden Einblick ohne patriotische oder bloß heroische Züge gibt: Von den verschmelzenden Farben und Körpern einer Liebesszene am Anfang des Film führt das Geschehen hin zu Chaos und infernalischer Geräuschkulisse, vom Ziel der Einheit 621 über den Rettungsdienst zur eigenen Versehrung; wobei der teils als Dokudrama gelabelte Film konventionellen Genremustern ausweicht.



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