The Steel Helmet (1951) & Fixed Bayonets! (1951)
Obwohl er zu den größten Kriegen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zählt und obgleich die konfliktreiche Beziehung zwischen Süd- und Nordkorea bis heute immer wieder thematisiert wird, ist der Korea-Krieg im Schatten des Zweiten Weltkrieges und des Vietnam-Krieges heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Selbst Filme, die wie Peter Bogdanovichs "Targets" (1968) auf den Korea-Krieg Bezug nehmen, wurden schon frühzeitig vor allem vor dem Hintergrund des Vietnam-Krieges gelesen: ein Krieg, dessen Behandlung in Kriegs- oder Antikriegsfilmen schon in den 80er Jahren geradezu ein eigenes Subgenre herausgebildet hat. Zu den frühesten Filmen, die sich dem Korea-Krieg widmeten, gehört der am 11. Januar 1951 uraufgeführte "The Steel Helmet": Samuel Fuller, dessen Spätwerk "The Big Red One" (1980) zu den gewichtigsten Filmen des Genres zählt, lässt darin einen beinahe tödlich getroffenen US-Sergeant, dessen titelgebenden Stahlhelm ein gravierender Kugeltreffer ziert, an der Seite eines jungen Süd-Koreaners durch feindliches Gebiet irren, wo sie bald auf andere Personen und Haltungen stoßen, die Fuller zu einem so unterhaltsamen wie komplexen Bild des Krieges verknüpft. Ein Bild, das in der McCarthy-Ära verdächtig wirkte. Dem kostengünstig produzierten Frühwerk ließ Fuller gegen Jahresende noch "Fixed Bayonets!" folgen, der am 20. November 1951 seine Uraufführung erlebte und manch einem aufgrund des ersten Filmauftritts James Deans in Erinnerung geblieben ist, der hier neben kleinen Stars wie Richard Basehart oder Gene Evans in einer Kleinstrolle zu sehen ist. Auch hier widmet sich Fuller dem Korea-Krieg und lässt eine Division den Rückzug antreten, wobei insbesondere die von Baseheart verkörperter Figur des Corporal Denno im Mittelpunkt steht, den Ängste und Gewissensbisse hemmen, die er letztlich aber überwinden kann. "Fixed Bayonets!" wird im Vergleich allerdings meist als der weniger gelungene Streifen betrachtet: Finden sich auch Stimmen, die ven Verzicht auf Heroisierung loben, trübt für andere die Überwindung der Hemmungen den Gesamteindruck, der im Vergleich weniger komplex erscheint.
Registrieren/Einloggen im User-Center